Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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In der Nähe des Briņķi-Gutshofes, nicht weit von Sabile, befand sich der Troskas-Hof. Jetzt weist nur noch ein Steinhaufen auf die Stelle hin, an der einmal das Bauernhaus gestanden hat. Auf dem Troskas-Hof lebte ein Hexenmeister, der sowohl Vieh als auch Menschen verhexte, wenn sie sich nicht in seinem Sinne verhielten. Die Menschen mussten sehr unter ihm leiden. Sie wollten sich von ihm befreien und verklagten ihn beim Herrn. Zu jener Zeit wurden Hexenmeister auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch für denjenigen des Troskas-Hofes wurde ein solcher errichtet. Sie hatten bereits neun Fuhren Holz verbrannt, aber der Hexenmeister war noch immer unversehrt. Die Leute wussten nicht, was sie anfangen sollten. Schließlich verriet der Hexenmeister, dass man ihn nur dann verbrennen könne, wenn man einen neunknotigen Buchweizenhalm ins Feuer werfe. Die Leute schafften einen solchen Halm herbei und warfen ihn ins Feuer. Sogleich ergriffen die Flammen den Hexenmeister und er verbrannte. Nur sein Herz blieb unversehrt. Die Menschen schnitten das Herz auf und fanden darin Haare von Menschen und Haustieren, die er verhext hatte.

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