Tod der Hexenmeister

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In alter Zeit lebte auf dem Rubeņi-Bauernhof von Ikšķile ein Bauer, der ein großer Wohltäter war. Als er alt geworden war, wurde er krank und spürte, dass sich seine Todesstunde näherte. Er musste große Qualen erleiden. In seiner Pein ließ er seinen Sohn rufen und sprach zu ihm: "Mein ganzes Leben ist es mir sehr gut gegangen, nur mein Sterben ist sehr qualvoll. Aber um eines glücklichen Lebens willen kann man diese kurze Qual ertragen. Auch dir, mein Sohn, wird es gut gehen, wenn du versprichst, demselben Herrn zu dienen, dem ich mein ganzes Leben lang gedient habe." Darauf antwortete der Sohn: "So wie du ihm gedient hast, will auch ich ihm dienen." Da sagte der Vater, er solle den Topf, der unter seinem Bett stand, hervorholen, dreimal um ihn herumgehen und dabei sprechen: "Ich verfluche Gott-Vater, ich verfluche Jesus Christus, ich verfluche den Heiligen Geist, und ich werde dem (Herrn) dienen, der sich in dem Topf befindet." Der Sohn umschritt zwar dreimal den Topf, aber er sprach: "Ich werde Gott-Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist dienen; den aber, der sich im Topf befindet, speie ich an." Der Vater war damit nicht einverstanden und starb unter großen Qualen, aber dem Sohn ist es sein Leben lang gut gegangen.

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