Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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Der frühere Wirt Mazbite in Lestene war ein großer Hexenmeister. Mit seiner Zauberkunst konnte er alles erreichen, was er wollte; wen er verhexen wollte, denn konnte er verhexen. Als er schließlich im Sterben lag, übergab er seinem Lehrling, einem kleinen Burschen, eine Flasche, die er an der und der Stelle ins Wasser werfen sollte. Gut, sobald der Alte erloschen war, eilte der Bursche ans Wasser und warf die Flasche hinein. Aber da färbte sich das Wasser blutrot; es begann zu rauschen und zu schäumen und plötzlich tauchte aus der Tiefe Mazbite hervor und wollte den Burschen packen. Dank seiner flinken Beine konnte dieser gerade noch entkommen.

An Stelle von Mazbite kam ein neuer Wirt. Eines Morgens geht plötzlich die Tür auf — der verstorbene Mazbite kommt herein und verlangt für 3 Kopeken Schnaps. Der Wirt, der allein in der Stube ist, erbleicht und schenkt den Schnaps ein. Sogleich reicht Mazbite ihm die Münze — er solle sie nehmen. Er hat Angst, das Geld entgegenzunehmen. Da wirft Mazbite das Geldstück schnell in das Schnapsglas und verschwindet selbst wie im Nebel. Das Geld begann wie toll im Glas zu hüpfen. Der Wirt wusste nicht, was er anfangen sollte. Schließlich betraten Bekannte und Nachbarn die Wirtsstube, und der Wirt zeigte ihnen das hüpfende Geld, wobei er sagte: "Es ist wirklich wahr: Mazbite selbst hat das Geld in das Glas geworfen." Sobald er den Namen von Mazbite erwähnt hatte, hüpfte das Glas in die Luft und zersprang. Jetzt war es verschwunden.

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