Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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Auf einem Bauernhof lebte ein sehr jähzorniger Bauer. Als er gestorben war, wusch man ihn und brachte ihn zur Korndarre. In der Nacht wollte man an seinem Sarg Wache halten. Man buk Weizenbrot und brachte einen Kübel mit sauerer Milch zur Korndarre für diejenigen, die dort wachen würden. Als Leute die Korndarre betraten, zündeten sie Kerzen an und setzten sich an den Sarg. Plötzlich hörten sie ein sonderbares Geräusch. Anfangs achteten sie nicht darauf, aber als es immer lauter wurde, begannen sie sich zu fürchten. Sie verließen den Leichnam und flohen aus der Korndarre. Als sie am nächsten Morgen dorthin zurückkehrten, fanden sie den toten Bauer, der nun in einer Ecke saß: Seine Brust und sein Bart waren mit Milch überschüttet. Die Weizenbrote waren aufgegessen, die Milch getrunken worden. Da erschraken die Leute noch mehr und holten den Pfarrer. Dieser kam, zündete vor dem Leichnam Kerzen an und begann zu beten. Aber den Leuten schien es, dass der Tote sich zu bewegen begann und sie ergriffen erneut die Flucht, wobei sie den Pfarrer mit sich rissen. Er verfing sich in seinem Gewand und fiel zu Boden. Die Leute wollten sich dem Leichnam nicht mehr nähern. Sie holten Soldaten, welche in der Nähe Quartier genommen hatten und diese begruben ihn.

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