Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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In dem Dorf Troskas lebte einmal ein Hexenmeister, der Roggen besprechen konnte. Wenn ein anderer Hexenmeister irgendwo Roggenähren abgebrochen hatte, wurde derjenige aus Troskas geholt: Er besprach den Roggen, stützte die abgebrochenen Getreidehalme mit einem Kreuz ab und damit war die Macht des anderen gebrochen. In Troskas schlug dreimal der Blitz (hier: der Donner) ein, das letzte Mal ins Haus des Hexenmeisters. Als es brannte, knisterte es sehr und Holzteile wirbelten in der Luft. Die Dorfbewohner eilten herbei und begannen zu löschen. Aber sobald sie Wasser in die Flammen gossen, sprang es auf die Menschen über. Sie mussten fliehen, aber die brennenden Holzteile fielen nun auf die Dächer anderer Häuser: Das ganze Troskas-Dorf brannte bis auf den letzten Zaunpfahl nieder. Alle Bewohner hatten ihre Habe verloren. Sie zogen in eine andere Stelle, denn dort konnte man nicht mehr in Ruhe leben. Wo Hexenmeister leben, da gibt es keine Ruhe und keinen Frieden. Jetzt ist das Leben in Troskas gottlob wieder ruhig: Die alten Hexenmeister sind ausgestorben, die jungen Leute haben das Hexen nicht gelernt. Heutzutage sind die Menschen ja ganz anders als früher.

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