Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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Es lebten einmal ein Mann und eine Frau; sie hatten zwei Kinder und einen Hund. Das Paar lebte in großer Eintracht; der Mann trank nicht und rauchte nicht. Aber eines Tages erkrankte er, rief seine Frau an sein Lager und bat sie, ihn, wenn er gestorben sei, in den Sarg zu betten, aber keine anderen Menschen zu rufen und das aus folgendem Grund: "Wir haben so einträchtig miteinander gelebt. Sprich du allein ein paar Gebete, singe ein paar Lieder und bestatte mich ganz allein." Als der Mann gestorben war, rief die Frau andere Leute herbei und sang mit ihnen zusammen einige fromme Lieder. Es war erst elf Uhr, aber die Frau des Verstorbenen schickte die anderen schon nach Hause. Als sie sich ins Bett legen wollte, öffnete sich der Sarg und ein Arm und ein Bein ragten schon über den Sargrand. Die Frau begriff, dass es nun nicht mehr mit rechten Dingen zuging, und lief zur Tür hinaus, die sie von außen abschloss. Plötzlich hörte die Frau, dass ihre Kinder weinten: Der Mann brachte die Kinder um. Als er sie umgebracht hatte, stürzte er sich auf den Hund, der in der Stube schlief. Sie kämpften lange Zeit, bis er auch ihn umgebracht hatte. Nun eilte er hinaus und lief zu seiner Frau, um auch sie umzubringen. Aber sobald er über die Schwelle sprang, krähte der Hahn. Da fiel er neben der Schwelle zu Boden. Als die Frau am nächsten Morgen das Vorratshaus verließ, erblickte sie neben der Schwelle den Toten. Erschrocken rannte sie zum Pfarrer und erzählte ihm, was geschehen war. Dieser eilte mit ihr auf ihren Hof. Er befahl, dem Mann den Kopf, die Arme und die Beine abzuhauen und jedes Glied für sich zu begraben. Seit der Zeit hat ihn niemand mehr gesehen.

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