Burvju nāve / Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Source
About subject(s)
About topic(s)
About place(s)
Original metadata:
Collector
Informant(s)
Place of recording Talsi
Year of recording
Age of informant 70
Other publications
Comments
Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz dzīvojis viens mežsargs, kas bijis pilns velna. Viņš bijis spējīgs izsaukt visādus zvērus. Priekš nāves viņš gribējis nokratīt no sevis ļauno spēku un uzvelt to muižas vagāram. Viņš sacījis vagāram, lai šis lielā piektdienā, kad ejot pie dievgalda, dievmaizi izjemot no mutes un pārnesot mājā, tad viņš tam parādīšot kādu brīnumu. Labi, tā arī vagārs izdarījis, un kad pārnācis no baznīcas mājā, mežsargs devis tam pielādētu bisi un vedis mežā. Tur rādījis uz kādu koku, teikdams, lai šaujot. Vagārs arī grasījies šaut, bet tiklīdz pacēlis bisi, pie koka parādījies Kristus bērns. Vagārs nometis bisi izsaukdamies: "Neiešu taču savu kungu nonāvēt," un meties, cik jaudas, uz muižu. Mežsargs ļoti noskaities. Vakarā saticis vagāru, liek tam apsolīt, ka vāķēs 3 naktis viņa līķi. Vagārs gan negribējis solīt, bet beigās tomēr apsolījis. Mežsargs naktī nomirst. Barons rīko lieliskas bēres, jo mežsargs esot bijis ļoti gudrs un viņš gribot tam parādīt pēdējo godu. Bet vagāram priekš apglabāšanas jāiet 3 naktis vāķēt. Viņš pajem bībeli, lielu suni un iet arī uz riju vāķēt. Pirmo nakti nekas, tikai drusku tā ērmoti. Otrā naktī tāpat. Bet trešā naktī tieši divpadsmitos ar milzīgu sprādzienu atlec zārka vāks un mironis metas laukā. Bet suns dzenas tam pakaļ, un pa to laiku vagārs aizbēg uz muižu. Mironis sācis neganti plēsties ar suni, un tad meties vagāram pakaļ, bet nepanācis to. No rīta vagārs nemaz vairs negrib iet līdzi citiem bērniekiem uz riju. Tomēr citi to pierunā un beidzot viņš iet arī. Viņi atrod mironi guļam mierīgi zārkā, bet zemē ir vienās driskās saplēsts suns. Nesēji pajem zārku un grib nest uz kapiem. Nesot nejauši zārks atsitas pret stenderi. Mironis zārkā ierūcies: "Aizķērās," — nesēji tā nobijušies, ka tikko nenosvieduši zārku zemē. Pamanījuši, ka no zārka izauguši divi lieli ilkņi, un zārkā gulējis nevis mežsargs, bet liels kuilis. Kad dūšīgākie no bēriniekiem jēmušies nolauzt ilkņus, tikai tad kuilis pārvērties atkal par mežsargu. Steigšus to nesuši uz kapiem un aprakuši. Es lebte einmal ein Waldhüter, der mit den Teufeln im Bunde war. Vor seinem Tod wollte er die böse Kraft von sich abschütteln und sie auf den Gutsvogt abwälzen. Er sagte zu ihm, dass er am Karfreitag die Hostie beim Abendmahl aus dem Mund nehmen und nach Hause bringen solle, dann wolle er ihm ein großes Wunder zeigen. Gut, der Vogt tat es. Als er von der Kirche heimgekommen war, gab der Waldhüter ihm eine geladene Büchse in die Hand und führte ihn in den Wald. Dort zeigte er ihm einen Baum und sagte, er solle nach ihm schießen. Der Vogt hob das Gewehr an, aber in demselben Augenblick erschien neben dem Baum das Christuskind. Da warf er die Büchse zu Boden und rief: "Ich werde ja nicht meinen Herrn umbringen". Dann lief er so schnell er nur konnte nach dem Gutshof zurück. Darüber wurde der Waldhüter sehr zornig. Als er am Abend dem Vogt begegnete, nahm er ihm ein Versprechen ab, drei Nächte seinen Leichnam zu bewachen. Der Vogt wollte es anfangs nicht versprechen, schließlich aber tat er es doch. In der Nacht starb der Waldhüter. Der Baron ließ einen prächtigen Leichenschmaus bereiten: Der Verstorbene sei sehr klug gewesen und er wolle ihm die letzte Ehre erweisen. Der Vogt aber musste drei Nächte hintereinander bis zur Beerdigung neben dem Leichnam Wache halten. Er nahm die Bibel und einen großen Hund mit und begab sich zur Korndarre. In der ersten Nacht geschieht nichts — es ist ihm nur ein wenig sonderbar zumute. Aber in der dritten Nacht gerade um zwölf Uhr springt mit einem gewaltigen Knall der Sargdeckel hoch und der Tote stürzt heraus. Aber der Hund verfolgt ihn, sodass der Vogt nach Hause laufen kann. Der Leichnam kämpft mit dem Hund und jagt dann dem Mann nach, aber er holte ihn nicht mehr ein. Am nächsten Morgen wollte der Vogt gar nicht mehr mit den anderen die Korndarre betreten. Schließlich ließ er sich denn doch von den Leuten überreden. Sie fanden den Toten, der ruhig in seinem Sarg lag, aber auf der Erde erblickten sie den Hund, der in Stücke gerissen war. Die Träger hoben den Sarg an und wollten ihn zum Friedhof tragen. Beim Hinaustragen stieß der Sarg unbeabsichtigt an den Türpfosten. Da knurrte der Tote: "Angestoßen!" Die Träger erschraken so sehr, dass sie den Sarg fast fallen ließen. Da bemerkten sie, das aus dem Sarg zwei große Stoßzähne hervorkamen: Im Sarg lag kein Waldhüter, sondern ein großer Keiler. Die mutigeren Männer brachen die Zähne ab und nun verwandelte sich der Keiler wieder in den Waldhüter zurück. Eilends brachten sie ihn zum Friedhof und bestatteten ihn.

Jānis Biezais schreibt aus Gulbene, dass auf dem Friedhof ein Wirbelsturm ausbrach und der Zauberer mitsamt dem Sarg am Rand der Grube erschien. Als er sich aus dem Sarg erheben wollte, eilte ein "Bog" (ein Geist) herbei und schlug ihm den Kopf ab. Man legte diesen zwischen die Beine des Hexenmeisters und begrub ihn wieder. V. Līcis hat eine Sage in Līgatne aufgeschrieben, nach der der Jude Ješka sich in der Korndarre an dem Sarg des Hexenmeisters befand. Da kam ein schwarzer Mann hereingesaust, packte den Sarg, stellte ihn vor Ješka hin und befahl: "Stich ihm die Augen aus!" Ješka floh, aber der Schwarze lief ihm mit dem Sarg nach. Plötzlich bellte ein Hund, und nun verschwand der Schwarze. J. A. Jansons aus Vandzene schreibt, dass bei der Beerdigung des Hexenmeisters ein solcher Sturm mit Regen und Hagel ausbrach, dass die meisten Leute wieder nach Hause geflohen sind. P. Š.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox