Die Eigenschaften der Hexen

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage erinnert an das Mädchen von dem Goldenen Vogel (vgl. VII, S. 8 Nr. 175 - 257). P. Š.


Es lebten einmal zwei Waisen. Ihre Stiefmutter war eine Hexe. An ihrem Haus war ein großer Garten. Darin saß ein schönes Vögelchen, das Goldgeld spie. Eines Tages erkrankte sie und rief die Stieftochter an ihr Bett und sagte zu ihr: "Ich bin krank. Das schöne Vögelchen muss geschlachtet werden. Dann werde ich es aufessen und wieder gesund werden." Die Waisen erschlugen ein Vögelchen, aber nicht das, welches die Hexe gemeint hatte. Sie kochten es und gaben es der Hexe zu essen, aber die Hexe erkannte sogleich, dass es nicht das Vögelchen war, nach dem sie verlangt hatte. Da wurde sie böse auf die Stieftöchter und verjagte sie aus dem Haus. Als die Mädchen fortgingen, sahen sie, dass das Vögelchen den Garten verließ, ihnen folgte und Gold spie. Die Waisen blieben stehen, sammelten das Gold auf, nahmen das Vögelchen und setzten ihren Weg fort. Sie gingen und gingen, man weiß nicht, ob sie einen oder zwei Tage oder mehrere Jahre unterwegs waren. Schließlich kamen sie zu einem kleinen Städtchen. Dort kauften sie sich für das Gold ein Häuschen und lebten darin. Das Vögelchen spie weiterhin Gold für sie. Sie wurden reich und heirateten bald. Die alten Leute kennen sie noch und wissen, dass sie noch immer reich sind und glücklich leben, während ihre Stiefmutter schon längst gestorben ist. Ihre Knochen kann man noch heute in einem großen Moor finden.

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