Verwünschen und Zaubern

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ganz ähnliche Sage hat auch Lapas Mārtiņš aufgeschrieben und in seinem Buch "Pasakas un nostāsti“ aufgenommen, 1902, 48, 6. Die Sagen dieser Unterabteilung ähneln den Sagen der vorigen Abteilung (III) Unterabt. II. P. Š.


In Rūjiena gibt es einen Berg, man nennt ihn den Hexenberg. Früher soll man darauf Hexen verbrannt haben. Einmal wollte man ein junges Mädchen, das selbst keine Hexe war, verbrennen, weil ihre Patin eine Hexe war. Aber wer sollte ihr schon glauben! Als der Scheiterhaufen bereits errichtet war und man sich anschickte, die Unschuldige zu verbrennen, sprach sie noch die folgenden Worte: "Wenn ich eine Hexe bin, so soll an dieser Stelle in den nächsten hundert Jahren kein Gras mehr wachsen. Wenn ich keine Hexe bin, dann soll hier nach drei Tagen eine goldene Blume mit silbernen Blüten erwachsen und drei Tage lang blühen."

Die Ärmste wurde verbrannt. Aber was geschieht dann? Drei Tage später wuchs an jener Stelle tatsächlich eine goldene Blume mit silbernen Blüten. Jetzt bereuten die Leute wohl, eine Unschuldige verbrannt zu haben, aber nun war nichts mehr zu machen. Drei Tage später ist die Blume wieder verschwunden.

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