Verwünschen und Zaubern

From Pasakas un teikas
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Ein reicher Sohn eines Herrn, der sich in ein armes Mädchen verliebt hatte, weil es sehr schön war, wollte es verführen. Aber es ließ sich nicht von ihm missbrauchen. Als sie ihn abwies, verklagte er sie beim Gericht — sie sei eine Hexe. Das Mädchen wurde vorgeladen und dann in ein unterirdisches Gefängnis geworfen. Es musste lange Zeit dort schmachten. Damit es nicht entfliehen konnte, waren seine Hände und Füße gefesselt und es wurde an die Wand gekettet.

Nach einiger Zeit suchte der Sohn das Mädchen im Gefängnis auf und wurde wieder zudringlich. Da packte das Mädchen eine solche Wut, dass es ihn mit seinen Eisenketten auf den Kopf schlug. Der Herrensohn verließ fluchtartig das Gefängnis. Da urteilte das Gericht, dass das Mädchen eine Hexe sei und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden müsse. An dem vorbestimmten Tag wurde es aus dem Gefängnis geholt und auf den Berg gebracht, wo es verbrannt werden sollte. Als man sie auf den Scheiterhaufen hob, sagte sie: "Bin ich schuldig, so soll hier auf dem Berg drei Tag später kein Gras mehr wachsen; bin ich unschuldig, so soll hier auf dem Berg eine Blume mit goldenen Blüten wachsen. Das Mädchen wurde verbrannt. Drei Tage später wuchs auf dem Berg eine Blume mit goldenen Blüten. Jetzt erfuhren alle Leute, dass das Mädchen unschuldig verbrannt worden war. Aber auch der schamlose Sohn des Herrn entging seiner Strafe nicht. Eines Tages ging er am Waldrand entlang, wo Kalkbrennereien errichtet worden waren. Er fiel in eine Kalkgrube, kam nicht mehr heraus und verbrannte.

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