Hexen verfolgen Menschen

From Pasakas un teikas
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Comments: K. Blaus hat in Liepkalne eine Sage aufgeschrieben, in der die Hexe ihre Tochter in die Kammer schickt und nachsehen lässt, wer mit offenem Mund schläft. Das Mädchen berichtet, dass nur das Brüderchen so schläft. Da hat die Hexe ihren eigenen Sohn erwürgt. (VII, I, 633, 2). P. Š.


Eine Bäuerin war eine Hexe. Sobald ihr Gott ein Kind schenkte, befahl sie der Hebamme, die ebenfalls eine Hexe war, den Bauer um des Kindes willen zu erwürgen. Das tat sie deshalb, damit das Kind später auch eine Hexe würde wie sie selbst. So hatte sie bereits drei Ehemänner erwürgen lassen — für jedes Kind einen. Schließlich heiratete sie einen vierten Mann. Als für die Bäuerin wieder einmal der schwere Tag gekommen war, begab sie sich zur Badestube. Da begann der vierte Mann zu überlegen: "Gott mag es wissen, warum ihre Männer gestorben sind, sobald sie ein Kleines bekam. Aber warte, ich will mich zur Badestube begeben und lauschen — vielleicht kann ich es ergründen." Gesagt, getan. Er eilte zur Badestube. Es war schon alles vorbei und die beiden Frauen badeten das Kleine. Da sagte die Hebamme: "Alles wäre ja nun gut, alles wäre ja gut, wir brauchen nur noch den heiligen Geist!" Da sagte die Bäuerin langsam: "So geh und nimm den Bauer!" Die Hebamme erhob sich sogleich, indem sie bei sich murmelte: "Wenn er nur nicht die Arme und die Beine gekreuzt hat, dann werde ich ihn schon bekommen!" Das hat der Bauer noch gehört. Darauf eilte er in der Dunkelheit ins Haus zurück, legte sich schnell ins Bett, kreuzte die Arme und die Beine und stellte sich schlafend. Sie kam heran und blickte ihn lange Zeit an: Da war nichts zu machen, sie konnte nichts ausrichten: Die Arme und Beine waren gekreuzt. Da kehrte sie zur Badestube zurück, um zu erfahren, was man ihr vergönnen wird. Aber auch der Bauer eilte zur Badestube, um die Frauen zu belauschen. Er hörte wie die Bäuerin sagte: "Nun, wenn du den Bauer nicht bekommen kannst, so geh zurück und nimm einen anderen, der in der Kammer liegt egal, ob es ein Kind oder ein Erwachsener ist!" Was sollte der Bauer nun machen? Er lief so schnell er konnte ins Haus zurück und kreuzte die Beine und die Arme aller Schläfer. Die Hexe kam herein, trat an alle Betten, aber konnte nicht an die Leute herankommen. Sie musste zur Badestube zurück und wieder die Bäuerin fragen. Der Bauer folgt ihr. Da hört er, wie die Bäuerin sagt: "Nun, wenn man keinen Menschen bekommen kann, macht es auch nichts. Geh in den Stall und nimm die beste Kuh für den heiligen Geist. Da denkt der Bauer: "Wie soll ich die Kuh schützen? Mögen sie sie nehmen, ein Glück, dass ich mich selbst retten konnte." Und er kehrte nachdenklich ins Haus zurück. Am nächsten Morgen kam auch die Bäuerin ins Haus zurück und sagte zu den Mägden: "Nun, Mädchen, habt ihr auch das Vieh gut versorgt?" – "Ja, das haben wir wohl, aber die beste Kuh ist letzte Nacht eingegangen." – "Nun ja, so geht es — wenn ich nicht mehr kann, wenn ich nicht da bin, dann geschieht gleich etwas!" – " Ach so!" ruft der Bauer und ergreift sie, "Ich werde dir zeigen, was geschieht!" Und er übergab sie beide dem Gericht.

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