Hexen verfolgen Menschen

From Pasakas un teikas
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Ein Bauer fährt von der Stadt nach Hause. Unterwegs kehrt er auf einem fremden Bauernhof ein und bittet um ein Nachtlager. Der fremde Bauer kann ihm ein solches nicht gewähren. Er habe keinen Platz. Auf dem Gutshof, in dem neuen Schloss, sei zwar Platz genug, aber dort spuke es sehr. Der reisende Bauer ist bereit, dort zu übernachten, denn er fürchtet sich nicht vor Gespenstern. Er geht zum Schloss und legt sich hin. Gegen Mitternacht kommt eine große rote, gepanzerte Schlange hereingekrochen und will sich auf den Liegenden stürzen. Er erwacht, greift nach der Windlaterne und wirft sie der Schlange in den Rachen. Die Schlange würgt und schluckt und verschwindet. Der Bauer schleicht in der Dunkelheit der Schlange nach, denn er möchte sehen, wo sie geblieben ist. Er sieht tatsächlich, dass sie hinausschleicht und sich in einer Höhle in der Nähe des Schlosses verkriecht. Die Höhle ist so eng, dass man nur auf allen Vieren in sie hineinkriechen kann, aber er versucht es dennoch. Er kriecht und kriecht, bis er auf eine Tür stößt, die zum Glück eine Ritze hat. Dadurch sieht er, wie die Schlange unter einen Stubben hindurchschlängelt und sich in ein altes Weib verwandelt, das zu erzählen beginnt, was es erlebt hat. Andere alte Weiber, die sich in der Höhle befinden, speien vor Wut Feuer und beschließen alle zusammen, den Schläfer zu überfallen und zu töten. Der Bauer, der es gehört hat, sucht das Weite, um andere Menschen zu Hilfe zu rufen. Die Leute eilen herbei, suchen die Höhle — doch sie ist verschwunden. Aber seit der Zeit hat es im Schloss nicht mehr gespukt. Der Herr beschenkte den Hexenvertreiber reichlich: Der hat jetzt Geld, der Herr hat sein Schloss zurück.

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