Hexen verfolgen Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Es lebte einmal eine Hexe. Eines Tages ging sie an einem Bauernhof vorbei und kehrte dort mit dem Vorwand ein, dass sie sich ein wenig ausruhen wolle. Die Bäuerin war allein zuhause, alle anderen Leute arbeiteten auf dem Feld. Die Fremde erzählte der Bäuerin, sie habe Quark gekauft und bot ihr etwas davon an. Die Bäuerin fürchtete sich, von dem Quark der Fremden zu essen und verließ unter einem Vorwand die Stube. Als sie nach einer Weile zurückkehrte, bot die Fremde ihr wieder das gleiche an, aber die Bäuerin wich wieder aus. Schließlich war sie denn doch bereit, eine Kostprobe zu nehmen, aber in dem Augenblick sah sie, dass eine Eidechse in den Quark verschwand. Die Bäuerin zeigte es der Fremden, wobei sie sagte: "Seht, was ihr in der dicken Milch habt!" Da wunderte sich auch die Fremde und erzählte, sie hätte sich zuvor am Waldrand hingesetzt; wahrscheinlich sei da die Eidechse in die dicke Milch gekrochen. Sie warf die Eidechse zu Boden und sagte: "Deshalb kann man ja die Milch nicht wegwerfen!" Dann verabschiedete sich die Fremde und ging davon. Nach einiger Zeit erkrankte der Bauer und der Hund verendete. Niemand wusste, was dem Tier gefehlt hatte, man sprach nur davon, dass er wahrscheinlich etwas Schlechtes gefressen habe. Da erinnerte sich der Hirtenjunge, dass der Hund einmal Quark gefressen habe, den jemand am Wegrand hingeworfen haben müsse. Es stellte sich heraus, dass die Fremde den Weg entlanggegangen war, an dem der Hund später den Quark gefressen hatte. Jetzt war es der Bäuerin klar, dass die Fremde eine Hexe gewesen war, die ihr mit dem Quark ein Übel hatte anhexen wollen.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox