Hexen verfolgen Menschen

From Pasakas un teikas
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Es geschah vor langer Zeit, als noch Hexen auf der Erde herumwandelten. Damals lebte ein Bauer mit seiner Frau und Gott gab ihnen einen Sohn. Der Bauer nahm ihn mit und fuhr zur Kirche, um ihn taufen zu lassen. Auch die Hexe gebar einen Sohn und glaubte, dass er sehr schön sei, obwohl er ein Teufel und kein Mensch war. Als die Bauern durch den Wald fuhren, verspürte die Hexe ein großes Verlangen, ein Menschenkind zu beobachten und es mit ihrem Sohn zu vergleichen. Sie versteckte sich im Gebüsch und erschreckte das Pferd. Der Bauer und seine Frau sind beinahe aus dem Wagen gefallen, wobei die Frau ihr Kind verlor. Während die Bauersleute sich um das Pferd kümmerten, verglich die Hexe ihr eigenes Kind mit dem Menschenkind und sah, dass ihr eigenes gar nicht einem wirklichen Kind ähnlich war. Da wurde sie wütend, stahl das Bauernkind, ließ ihr eigenes zurück und floh. Die Bauersleute begannen nach ihrem Kind zu suchen. Als sie aber das Hexenkind fanden, sahen sie, dass es ein Teufel war, und nahmen es nicht. Die Frau fuhr weinend nach Hause und erzählte alles anderen Leuten. Nun versammelten sich mehrere Bauern und alle fuhren mit den Eltern zu der Stelle zurück, wo sie das Hexenkind liegen gelassen hatten. Es war aber nicht mehr da, an seiner Stelle fanden sie ein Häschen. Da sagte der Bauer zu seiner Frau: "Wir wollen es mitnehmen, es soll bei uns leben!" Als sie es jedoch nach Hause gebracht hatten, sah die Frau, dass es doch kein Häschen war, sondern doch ein Teufel Der Bauer wollte ihn erschlagen, aber der Frau tat das Teufelskind leid und so sie ließen sie es sein. So blieb der Teufel als Sohn der Bauersleute bei ihnen. Die Frau wurde benahen selbst verrückt, aber der Bauer hegte noch immer den Wunsch, den Teufel zu erschlagen. Einmal, als seine Frau mit dem Teufelskind im Bett lag, schlug er ihm den Kopf ab. Als er am nächsten Morgen an das Bett trat, sah er, dass der Teufel heil und gesund war, aber nun seiner Frau der Kopf fehlte. Da wurde er noch zorniger, packte den Teufel und warf ihn ins Feuer. Am nächsten Morgen fühlte er sich glücklich und wollte sich die Knochen des Teufels ansehen, aber zu seiner Überraschung sah er, dass er anstelle des Teufels seinen eigenen verschwundenen Sohn verbrannt hatte. Der Bauer starb vor Herzenskummer, aber der Teufel lief zu seiner Mutter zurück und erzählte ihr alles. Die Hexe nahm ihn wieder auf und flog mit ihm auf ihrem Besen in der Welt herum, bis Gott ihnen verbot herum zu fahren.

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