Die Hexen verderben das Vieh

From Pasakas un teikas
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Manche Menschen haben einen bösen Blick. Wenn solche ein Kind oder ein Haustier ansehen, dann stößt dem Angeschauten ein Übel zu. Die Bösen — Hexen, Hexenmeister und andere — müssen immer und stets ihrem Herrn dienen, sonst finden sie keine Ruhe und können nicht leben. Sie nehmen auch auf ihre Angehörigen keine Rücksicht. Der Schwiegervater der Bruņiniece in der Gemeinde Sēme, hatte eine Schwester, die eine Hexe war. Die Menschen nannten sie die Hexen-Līze. Einmal besuchte diese ihren Bruder. Man bewirtete sie mit Fleisch und Milch. Als die Hexen-Līze weggegangen war, war die Milch der Kühe verdorben, und im Stall ein Ferkel erkrankt. Da lief der Bruder der Līze nach, holte sie unterwegs ein und begann sie zu prügeln. Zwar flehte sie ihn an, er möge sie loslassen, aber er tat es nicht, und verlangte, sie solle das behexte Vieh wieder erlösen. Wohl sagte die Līze, es würde alles gut werden, er solle nur ruhig nach Hause gehen. Und so wahr es auch: Als er nach Hause kam, war das Ferkel schon gesund, und die Kühe gaben wieder gute Milch.

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