Die Hexen verderben das Vieh

From Pasakas un teikas
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Comments: Ähnliche Varianten haben mir noch J. Rubenis aus Ērgļi, Z. Liepiņš aus Salaca u. J. Vīksne aus Nīca zugesandt. Eine ganz ähnliche Sage habe ich auch in Rauna gehört. P. Š.


Eine Bäuerin hatte eine sonderbare Angewohnheit: Sie pflegte auf den Viehwegen anderer Höfe spazieren zu gehen. Wenn die Nachbarn ihre Kühe zur Hütung trieben, fegte sie den Viehweg der Nachbarn mit einem belaubten Zweig, indem sie bei sich sprach: "Die Hälfte mein, die Hälfte dir!“ Dann kehrte sie wieder auf ihren Hof zurück und ließ sich an dem Tag nicht mehr sehen. Einmal hatte ein Knecht die Nachbarin dabei beobachtet. Zum Scherz nahm auch er einen belaubten Zweig, fegte damit den Viehweg und sprach: "Alles für mich, alles für mich!"

Dann warf er den Zweig vor den Wagenschuppen, vor dem ein alter Holzmörser lag, hin. Am nächsten Tag ging der Knecht rein zufällig dort vorbei und bemerkte, dass der Mörser mit Butter gefüllt war.

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