Die Hexen verderben das Vieh

From Pasakas un teikas
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Comments: Varianten dieser Sage sind noch von folgenden Aufschreibern für die Sammlung von Lerchis-Puškaitis eingesandt worden: K. Bramanis aus der Gegend von Riga (V, 6, 13), J. Ramanis in Bērzaune (ebda.), Pločkalns in Skrunda (VII, I, 561, 1), J. Kalniņš in Ozolnieki (Paulsgnade Jkr.V, VII, I, 561, 2), J. Kalniņš, Garkalne (561, 3), Upciemu Milda-Skaidrīte, Nītaure (VI, 3, 5), J. Holanderis, Gemeinde Madliena (VI, 4, 8), Gasiņš Emsiņš in Susēja (VI, 5, 1). P. Š.


Auf einem Bauernhof lebte eine Frau, die eine Hexe war. Sie hatte immer viel Sahne, andere dagegen nicht. Einmal erblickte der Knecht des Hofes, der noch vor dem Sonnenaufgang die Pferde von der Nachthütung heimbrachte, an der Wegkreuzung die Hexe. Sie hatte ihre Arme ausgebreitet und rief: "Zur Hälfte, zur Hälfte!" Da dachte der Knecht: "Warte du, du Weibsbild, jetzt kenne ich das Geheimnis deiner Hexerei! Ich will doch sehen, ob ich deine Pläne nicht durchkreuzen kann!" In der nächsten Nacht brachte der Knecht die Pferde zur Nachthütung, warf sich das Zaumzeug auf die Schulter und begab sich zur Wegkreuzung. Es dauerte nicht lange, da war auch die Hexe zur Stelle und begann sogleich mit ihrem: "Zur Hälfte, zur Hälfte!" Da stellte sich der Knecht der Hexe gegenüber hin, begann auch seine Arme zu schwenken und rief ebenfalls: "Zur Hälfte, zur Hälfte!" Da ist die Hexe auf der Stelle verschwunden.

Am nächsten Morgen brachte der Knecht die Pferde wieder nach Hause und hing das Zaumzeug an den Haken. Aber — o Wunder! — aus dem Zaumzeug begannen Milch und Sahne zu rinnen. Jetzt hatte der Knecht Sahne die Fülle, aber die Hexe hatte nichts mehr.

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