Die Hexen verderben das Vieh

From Pasakas un teikas
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Die Einwohner von Aumeisteri, die an der Gauja wohnen, werden auch die Untergemeinde genannt. Einmal geschah es nun dort, dass der Gutsherr einen Bauer von seinem Hof entfernte; der neue Bauer zog am Juris-Tag (Georgstag) auf den Hof ein. Der alte Bauer aber, der den Hof hatte verlassen müssen, war ein Hexenmeister gewesen: Er streute Knüppel und Nadelzweige auf der Straße aus. Der neue Bauer wunderte sich darüber und fragte sich, wer die Knüppel und Zweige ausgestreut haben mochte. Bereits am dritten Tag begann sein Pferd zu lahmen. Er fragte andere um Rat und schließlich wurde er von einem Mann belehrt, was er zu tun habe. Der Bauer sammelte die ausgestreuten Knüppel und Zweige auf, schnürte sie zu einem Bündel zusammen, band einen Stein daran und warf das Bündel in den Fluss. Bald darauf kam die alte Bäuerin auf den Hof geeilt und bat, man möchte ihr zu trinken geben. Aber der Bauer weigerte sich, ihr etwas zu geben und sagte, sie solle fortgehen. Schließlich ist sie denn auch fortgegangen.

Gleich darauf wurde die Alte krank, sie schrie und jammerte und musste lange das Krankenlager hüten.

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