Die Hexen reisen

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Comments: K. Blaus aus Liepkalns sandte Brīvzemnieks ein ähnliche Sage zu (LP, VII, I, 602, 14); der Schneider aber, von dem die Sage erzählt, hat vor dem Antreten des Heimweges vergessen, den Finger rechtzeitig abzulecken: So bezieht er auf dem fremden Gutshof Prügel. In der Sage, die Jānis Plaudis in Jaun-Dubulti aufgeschrieben hat (VI, 5, 9), schließt die Hexe den Knecht in einem fremden Keller ein. Jānis Krustiņš aus Drusti schreibt (Jkr. V. LP, VII, I, 601, 11), dass der Knecht versäumt hatte zu beobachten, wie man wieder heimkommen konnte. Deshalb musste er zu Fuß nach Hause gehen. Audzis aus Lēdurga schreibt (Jkr. II. LP, VII, I, 603, 17), dass der Knecht auf einem Holzmörser den Hexen nachgeflogen sei. Er ist auch glücklich wieder heimgekommen, nur den Mörser habe er in den Brotsee (Maizes ezers) geworfen. In der Sage von M. Spriņģis aus Krapa (Etn. II, 1892, LP, VII, I, 604, 19) wird gesagt, dass die Hexe auf einem Besenstiel geritten, der Knecht ihr auf einem Besenstiel gefolgt sei. Der Knecht hat von den Schandtaten der Hexe anderen Leuten erzählt, darauf hat sie ihn in einen Klotz verwandelt. Zu diesen Sagen gehören auch die Märchen über die Hexe, die beobachtet wird (II. Nr. 23. S. 509 - 523). P. Š.


Mit Hexen sind früher viele bemerkenswerte Dinge geschehen. Nehmen wir nur als Beispiel eine Bäuerin und ihre Tochter, die beide einer Hexe dienten. Der Knecht hatte beobachtet, dass die Beiden in die Speisekammer schlichen, ihre Finger in den Sahnetopf steckten und sie dann ableckten. Als Mutter und Tochter die Kammer verlassen hatten, ging der Knecht hinein und — da er sie gut beobachtet hatte — tat er das gleiche, was sie getan hatten. Aber sobald er seine Finger in den Sahnetopf gesteckt und danach abgeleckt hatte, merkte er, dass gehoben und weggetragen wurde. Er sich noch schnell an einem Kübel festhalten, aber er wurde nun samt Kübel wie von einem Wirbelwind fortgerissen und in den Stall des Nachbarbauern gebracht. Dort waren Mutter und Tochter bereits beim Melken. Die Tochter bemerkte den Knecht und sagte zu ihrer Mutter: "Sieh, Mütterchen, Jan ist auch gekommen!" Darauf antwortete die Mutter: "Das ist gut, wir wollen ihm auch ein wenig abgeben." Sie waren also die Hexen, die allen Bauernhöfen so großen Schaden zufügten.

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