Hexenspucke

From Pasakas un teikas
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Einmal bemerkten Frauen Hexenspucke vor dem Stall. Sogleich stopften sie sie in ein altes Kuhhorn, das sie mit einem Espenholzzapfen verschlossen und in die Glut warfen. Nicht lange — da war auch die Hexe zur Stelle: Man möge ihr doch zu trinken geben. Aber die Mägde gaben ihr nichts. Eine von ihnen eilte hinaus und stemmte einen Besenstiel gegen die Außentür: Die Hexe sollte nicht entkommen. Die Bäuerin aber, die nichts davon wusste, verließ durch eine andere Tür das Haus, um den Schwänen Futter zu bringen. Die Hexe bemerkte es, eilte der Bäuerin nach und schmeichelte: "Was hast du da für ein schönes weißes Süppchen! — Ich habe ja einen solchen Durst, einen solchen Durst!" – "Geh nun geh, bist du denn ganz blind — das ist ja Schweinefutter!" – "Aber nein! Lass mich doch probieren, dann werde ich selbst sehen, ob es Schweinefutter ist oder nicht." Nun, die Bäuerin gab ihr davon zu kosten. Die Hexe nahm den Mund voll und rannte davon. Wohl kamen die Mägde aus dem Haus gerannt: "Oh weh, Bäuerin, warum habt Ihr das getan? Das war ja eine Hexe!" – "Ja, wie konnte ich es denn wissen? Warum habt ihr es mir nicht gleich gesagt?" bedauerte die Bäuerin.

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