Hexenspucke

From Pasakas un teikas
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Einmal hatte eine Hexe den Eber der Nachbarin verhext: Er schlich nur noch halb tot umher, an einer Seite hatte er alle Borsten verloren und war mit bläulichen Blasen übersät. Aber die Bäuerin zahlte es der Hexe heim: Sie schüttete ihre Spucke in ein Kuhhorn und warf es in die Glut des Backofens. Sogleich kam die Magd der Nachbarin angerannt und jammerte: "Trīna, komm, komm zu uns — die Bäuerin liegt im Sterben!" "So soll sie doch!" entgegnete sie und ging nicht mit. Am nächsten Tag kam neue Kunde. Sie möge doch kommen, sie möge auf alle Fälle kommen! Aber sie ging nicht hin. Am dritten Tag kam der Bauer selbst angerannt und bat sie unter Tränen: "Trīna, hab Erbarmen, komm und rette die Bäuerin!" Schließlich ging sie doch mit. Nachdem sie die Kranke massiert hatte, gab sie ihr eine Ohrfeige und sagte: "Es war das letzte Mal, dass du mir Schaden zufügtest oder es wird dir wirklich schlecht ergehen!" Aber nun ließ die Hexe sie in Frieden.

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