Hexenspucke

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Ein Bursche bemerkte beim Erwachen, dass sein Haar und das Bettende von einer Hexe bespien worden waren. "Warte nur!" sagte er ärgerlich, "gleich werden wir sehen, wer die Schuldige ist!" Er nahm einen bunten Fäustling, wischte die Hexenspucke damit ab und stopfte ihn in ein altes Kuhhorn, das er mit einem Zapfen aus Ebereschenholz verspundete. Am nächsten Morgen wurde der Backofen geheizt. Da hing er das Horn über der Glut auf und ermahnte die anderen: Sollte jemand kommen und bitten, ihm etwas zu trinken zu geben, so dürften sie es um Gottes willen nicht tun; andernfalls müsse er sterben. Tatsächlich kam kurz darauf eine alte Frau aus der Nachbarschaft angerannt: Man möge ihr doch zu trinken geben. Aber der Bursche eilte ihr entgegen: "Mach nur, dass du fortkommst, du hast schon genug Schaden in deinem Leben angerichtet!" Von dem Tag an musste die Alte das Krankenlager hüten, von dem sie sich nicht mehr erhob, bis sie starb.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox