Hexenspucke

From Pasakas un teikas
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Die Hexen pflegen Gras auf Viehweiden zu pflücken und in ihre Melkeimer zu werfen. Es verwandelt sich in den Eimern der Hexen in Milch. Die Kühe des Bauern, auf dessen Weide sie das Gras gepflückt haben, geben dann aber keine Milch mehr. Ein Bauer, dessen Vieh eine Hexe behext hatte, hatte als Nachbar einen guten Hexenmeister, der ihn belehrte, was er zu tun habe, um sich von dem Übel zu befreien. Er ließ den Bauer drei Löcher in den Türpfosten bohren, eine Eisenstange rot erglühen, die vor dem Stall gefundene Hexenspucke aufsammeln, um sie in die Löcher zu stecken und mit der Eisenstange auszuglühen. Sollte jemand kommen und um etwas zu trinken bitten, so müsse er es ablehnen. Und richtig! Eine Frau aus der Nachbarschaft kam herbeigeeilt und bat, ihr zu trinken zu geben, aber der Bauer weigerte sich. Da fiel die Hexe tot um. Ein anderer Bauer hat an seiner Hauswand Hexenspucke gefunden. Er wandte sich an einen großen Hexenmeister um Rat. Dieser hieß Krams und war bereits 136 Jahre alt. Krams belehrte den Bauer: Er solle die Hexenspucke in ein Horn stopfen, es verschließen, ins Feuer werfen und beobachten: Dann würde die Zauberkraft verbrennen und er würde erfahren, wer die Hexe sei. Wenn jemand komme und ihn bitte, etwas zu trinken zu geben, so dürfe er ihm zwar den Wassereimer zeigen, aber kein Wasser mit eigener Hand reichen. Der Bauer befolgte den Rat des großen Zauberers. Als das Horn mit der Spucke zu brennen begann, kam eine Frau vom Nachbarhof angerannt und bat, er möge ihr ein wenig zu trinken geben. Der Bauer zeigte ihr den Eimer, aber die Frau wollte, er solle ihr eigenhändig das Wasser reichen. Wie solle sie denn aus dem Eimer trinken, er könne ihr doch wenigstens einen Krug reichen. Aber der Bauer tat es nicht und die Hexe verlor für den Rest des Lebens die Stimme.

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