Hexenspucke

From Pasakas un teikas
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Comments: J. Kalniņš in Druviena hat eine Sage aufgeschrieben (Etn. III, 1893. LP, VII, I, 546, 35), in der der Bauer mitten im Stall eine Blase bemerkt. Er holte seine Büchse und schoss nach ihr. Dabei fiel die Hexe von der Mauer und war auf der Stelle tot. P. Š.


Damals war ich noch klein. Am Jurģis-Tag (Georgi) zogen wir um. Mein Vater hatte drei Kühe. Als wir auf den neuen Bauernhof ankamen und die Kühe in den Stall brachten, wichen sie zurück und hängten sich an ihren Halsstricken beinahe auf. Da durchsuchte mein Vater den ganzen Stall. Schließlich fand er unter einem Trog eine vergammelte Kalbskeule. Nun holte mein Vater Holz, machte Feuer im Ofen an, warf die Keule ins Feuer. Kurz darauf erschien unsere alte Bäuerin und bat flehentlich, ihr zu trinken zu geben, denn ihr Herz sei ganz ausgetrocknet. "Ich halte es nicht mehr aus, ich halte es nicht mehr aus: Mein Herz ist ganz ausgetrocknet!" Aber mein Vater wusste sehr gut, worum es ihr ging. Er reichte ihr kein Wasser, sondern sagte, sie solle das Krüglein nehmen und trinken. Die Alte jammerte und flehte noch eine ganze Weile, aber als niemand ihr etwas zu trinken gab, nahm sie selbst das Krüglein und trank. Schließlich erfuhren wir, dass sie selbst zwar wieder gesund geworden sei, aber ihre beste Kuh auf der Stelle verendet.

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