Das Sterben der Hexen

From Pasakas un teikas
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Die alte Mutter eines Darrofenheizers, eine Hexe, war krank geworden. Sie rief ihren Sohn an ihr Sterbebett, gestand ihm, welches Amt sie ausgeübt hatte und wünschte, dass er es übernehmen sollte. Aber der Sohn weigerte sich hartnäckig. Da konnte die Hexe lange nicht sterben, sondern wurde von schweren Krämpfen gequält. Schließlich sprang sie auf, ergriff einen Besen, blies ihren Atem in den Besen und war dann auf der Stelle tot. Nachts musste der Gutsvogt an der Scheune vorbeigehen, in der der Sarg der Hexe stand. Angst überfiel ihn, als er sich dem Gebäude näherte. Und wahrhaftig: Mit verzerrtem Gesicht, zerzaustem Haar- und schreiend stürzte sich die Hexe heraus und verlangte von ihm, er solle ihr Amt übernehmen. In seiner Angst begann der arme Mann das Vaterunser zu beten und sich zu bekreuzigen, wobei er rief: "Weiche von mir, du Satan." Zum Glück krähte der Hahn und die Hexe verschwand. Noch an demselben Tag ließ der Vogt sie begraben.

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