Raganu nāve / Das Sterben der Hexen

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Place of recording Kokorevas pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Seņuok dzeivuojuse vīna vecīte ar mozu, godu pīcu vacu meitini, tei vecīte bejuse būrine; vecīte saslymst, a būri un būrines navar nūmiert, cykam kas navin napajems viņu būrības. Jei sūlej vīnam ūtram, bet nivīns nagrib jemt, tai jei mūkuos kaidas sešas dīnas, bet vys navar nūmiert. Tad jei soka sovai meitinei: "Anīt še!" — "Dūd," pastīpuse rūciņas atsoka meitine. Dreiži pēc tam vecīte nūmyra. Meitine dzeivuoja un izauga lela. Kad jai beja septiņpadsmit godu, nazkas suoka nu meitas prasīt dorbu. "Eite uz mežu un izplēsit kūkus," soka meita, ruodīdama uz lelu bīzu mežu. Par nagaru laiku mežs izplāsts, vysi kūki guļ zemē, pasavāruse meita i nūsabeida nu taida lāruma. Kai tikai pušdīnu laiks, saskrīn un otkon prosa dorba. "lzrūcīt gruovus par pūru," soka meita. Bej nabej — gruovi par pūru izrokti. Tai kotru dīn prosa nu meitas dorba. Jei navar vairuok izdūmuot nikaidu dorbu, jū komoj nūst. Tod jei aizīt pi krīvu popa un prosa, kū jai darīt. Pops parēda meitu par nakti puorgulēt krīvu cerkvā. Meita jau vālā vokorā aizīt uz cerkvu, reitā pops, atguojis uz cerkvu, atroda meitu nadzeivu. Jū tī nūkomuoja naškeisti gori, moza byudama, jei najēdzja nikuo un pajēmja nu sovas muotes būribas. Es lebte einmal ein altes Mütterchen zusammen mit einem kleinen, etwa fünfjährigen Mädchen. Die Alte war eine Hexe. Die Alte wurde krank. Aber Hexen und Hexenmeister können nicht sterben, wenn niemand ihr Amt übernimmt. Sie bat den einen oder den anderen darum, aber niemand wollte ihr Amt übernehmen; so quälte sie sich schon gut sechs Tage, aber sterben konnte sie immer noch nicht. Schließlich sagte sie zu dem kleinen Mädchen: "Anit, nimm!" Das Kind streckte seine Ärmchen aus und sagte: "Gib her!" Bald darauf starb die Alte. Das Mädchen lebte und wuchs heran. Als sie siebzehn Jahre alt war, kamen Fremde zu ihr und verlangten Arbeit. "Geht in den Wald und reißt Bäume aus!" sagte sie und wies nach einem großen dichten Wald. Nach kurzer Zeit waren alle Bäume ausgerissen. Als das Mädchen es sah, erschrak es sehr. Gegen Mittag waren die Fremden wieder zur Stelle und verlangten wieder Arbeit von ihr. "Zieht Gräben durch das Moor!" sagte das junge Mädchen. Im Handumdrehen waren die Gräben gezogen. Jeden Tag wurde von dem Mädchen Arbeit verlangt. Als ihr nichts mehr einfiel, wollten die Fremden sie umbringen. Da begab sie sich zu dem Popen der russischen Kirche und fragte ihn, was sie machen solle. Der Pope ließ sie in der Kirche übernachten. Als er am nächsten Morgen die Kirche betrat, fand er das Mädchen — tot. Die unreinen Geister hatten sie umgebracht. Als sie klein und unverständig gewesen war, hatte sie nichts ahnend von der alten Mutter die Hexenkunst übernommen.
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