Riesen

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage hat zuerst ein Pohrt aufgeschrieben (A. Pohrt, Rig. Stadtblätter 1852, S. 348. Fr. Bienemann, Livländisches Sagenbuch, 145, 182. LP, VII, I, 1325, 4.) Dort wird gesagt, der Riese habe in seiner Höhle neben dem Karlstor gelebt. Das Kind habe bei ihm übernachtet, und am nächsten Morgen hat er an seiner Stelle viel Gold gefunden. Nach dem Tod des Riesen hat man für das Gold die Stadt Riga erbaut. H. Ilcberga schreibt, dass die Deutschen das Gold des Riesen genommen und dafür Riga aufgebaut hätten. Diese Sage ist auch in "Brīvā Zeme" abgedruckt worden (1928, 9. Nov.) A. Pumpurs hat diese Sage auf seinen "Lāčplēsis" übertragen. Es ist die Legende über den hl. Christophorus, die an vielen großen Flüssen Europas lokalisiert wird, so auch an der Düna. Das Bild des Großen Kristaps (Christoph) war in Riga seinerzeit sehr populär. P. Š.


In alten Zeiten gab es keine Brücke über die Daugava (Düna). Ein großer Mann namens Kristaps (Christoph) trug die Leute von einem Ufer zum anderen. In einer dunklen Nacht hörte er lautes Rufen von der anderen Seite. Er nahm seine Windlaterne, watete durch den Fluss und erblickte am anderen Ufer ein kleines Kind, das ihn unter Tränen bat, es hinüberzutragen. Der Riese hob es auf die Schulter und watete zurück, aber unterwegs wurde das Kind immer schwerer und schwerer, sodass es ihn fast ins Wasser hinabdrückte. Christoph hielt jedoch durch und erreichte das Ufer. Dort wurde das Kind zu Christus und sagte: "Deinen Lohn wirst du erhalten!“ Nach diesen Worten verschwand er.

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