Kreis Cēsis (Wenden)

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Liepasmuiža. An der Stelle, an der sich heute das Liepas-Gut (=Lindengut) befindet, soll es früher mehrere Bauernhöfe gegeben haben. Noch heute werden Liepiņi-, Jerciņi- und Māliņi erwähnt. Die Bauern jener Höfe mussten ihre Leute zur Arbeit auf das Kaugari-Gut schicken. Dort erzählten sie ihren Arbeitskameraden, dass auf ihren Höfen das Getreide auch im Spätherbst nicht unter Frost leide. Diese Berichte kamen auch dem Großherrn zu Ohren. Als sein Getreide im Herbst erfror, schickte er den Gutsvogt auf die genannten Höfe, um sich selbst davon zu vergewissern, ob die Leute die Wahrheit erzählt hatten. Auf dem Liepiņi-Hof (=Lindenhof) lebte damals ein sehr großer und starker Mann namens Toms, der jedoch stumm war. Toms wollte den Vogt verprügeln, aber er entkam. Dem Großherrn erzählte er, dass die Berichte wahr seien, das Getreide habe nicht unter dem Frost gelitten. Da ließ der Großherr sofort die Bauern jener Höfe verjagen und an der Stelle ein neues Gut errichten. So geschah es auch. Das neue Gut wurde nach dem Liepiņi-Gesinde Liepas-Gut (=Lindengut) genannt.

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