Kreis Cēsis (Wenden)

From Pasakas un teikas
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Vecpiebalga, 4. In Vecpiebalga befindet sich unterhalb von Jaun-Vīļumi am Ufer der Gauja ein großer Steinhaufen (dort sind auch Menschengebeine zu finden). Die Steine soll der Teufel zusammengetragen haben, der eine Brücke über die Gauja bauen wollte, die von Piebalga nach Nētķeni führen sollte. Der Teufel hat die Steine in einem Pelzzipfel getragen, aber der Pelz riss und die Steine kullerten auf die Erde. Da lief der Teufel zum Eži-Gutshof und besorgte sich eine Wagendeichsel und einen Strick. Dann eilte er zum Steinhaufen zurück, kletterte auf einen Heuschober, fädelte den Strick auf dieselbe Weise in die Deichsel wie man es mit Faden und Nadel tut und begann seinen Pelz zu flicken. Es geschah in der Nacht bei hellem Mondschein. Plötzlich schoben sich dunkle Wolken vor den Mond; der Teufel konnte nicht mehr weiterflicken. Zornig rief er einen Nachthüter herbei, befahl ihm, auf den Heuschober zu klettern und die Wolken vom Mond wegzuschieben. Der Nachthüter kletterte zwar auf den Heuschober, aber er konnte den Mond nicht erreichen. Da schrie der Teufel ihn zornig an: "Spring hoch, dann wirst du ihn erreichen! Spring hoch, dann wirst du ihn erreichen!" Der Nachthüter sprang so hoch er konnte, aber dabei fiel er auf die Erde und erschlug sich. Der Teufel steckte die Seele des Nachthüters ein und ging in der Morgendämmerung zum Eži-Gut zurück. Die Gutsarbeiter waren soeben aufgestanden. Da rief plötzlich einer von ihnen aus: "Wer zum Teufel hat meine Deichsel weggeschleppt?" Drauf ein anderer: "Und wer - zum Teufel! - hat meinen Strick geschnappt?" Als der Teufel das hörte, dachte er bei sich: "Sieh da, alle wissen schon, dass ich meinen Pelz geflickt habe! Ich muss zusehen, dass ich schnell von hier wegkomme!" Er ging davon und hat sich in der Gegend nicht mehr sehen lassen.

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