Kreis Valmiera (Wolmar)

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Babīte. Durch die Gemeinde Stākenberga, die sich im Kreis Valmiera befindet, fließt der kleine Iģe-Bach, der sich durch schöne Wiesen windet. Am schönsten sind seine Ufer zwischen den Bauernhöfen von V. Curkins, V. Lauris und J. Lauris. Dort erhebt sich an seinem linken Ufer ein mit Wald bewachsener Hügel. In dem Wald kann man mehrere kleinere Hügel, die als Grabstellen bezeichnet werden, finden. (Einmal hat man dort auch einen Menschenschädel gefunden.) Am rechten Ufer befinden sich die Felder des Hofes von V. Lauris. Auf einem der Felder kann man noch eine dreieckige Grundmauer sehen: Man sagt, das sei die Grundmauer des alten Babīte-Schlosses. Das Schloss, wie man aus der Grundmauer ersehen hat, war so erbaut, dass seine drei Ecken am Ufer des Iģe-Baches standen. Etwa eine Viertelwerst von der Stelle, wo früher das Schloss gestanden hatte, konnte man noch vor zehn Jahren mitten im Bach einen Pfahl sehen, in den viele Nägel eingeschlagen waren. An diesem Pfahl haben viele Verbrecher den Tod erlitten. Deshalb nannte man ihn auch den Todespfahl. Etwa fünf bis sechs Klafter oberhalb des Schlosses, auf dem Grund des V. Curkins, erstreckt sich am linken Iģe-Ufer eine 6-7 Klafter lange Mauer. Vor fünf Jahren hat man ein Loch in jene Mauer ausgebrochen. Die obere Schicht der Mauer ist aus Ton, Ziegelsteinen und Feldsteinen gemauert, die mittlere aus einem Kalkbrei; die untere Schicht war etwa anderthalb Fuß hoch. Auf dem Feld des Curkins-Hofes sind die Grundmauern mehrerer Häuser gefunden worden. Zwischen ausgebrannten Ruinen fand man mehrere Geldstücke aus dem sechzehnten Jahrhundert. In der Umgebung der Babīte-Burg hat man auch Kanonenkugeln — sowohl angeschlagene als auch heile gefunden. Etwa zwei Werst unterhalb der Stelle, an der die Burg von Babīte früher gestanden haben soll, sieht man am linken Ufer der Iģe (hier Gemeinde Vīķi) eine kleine Erhöhung, die als Heereslager bezeichnet wird. Einige sagen, dass dort Menschen sich vor Kriegsgefahren gerettet, andere, dass dort die Soldaten ihren Lagerplatz gehabt haben sollen.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox