Kreis Valka

From Pasakas un teikas
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Trikāta, 2. Früher soll der Schlosssee von Trikāta im Baltais purvs (Weißes Moor) gelegen haben. Aber einmal haben drei Frauen dort ihre schmutzigen Kleider gewaschen. Darüber ist der See sehr zornig geworden. Er erhob sich in die Luft und ließ sich danach bei Trikāta nieder. Über den See herrschte ein Herr: Der Älteste der Teufel. Damals, als der See sich in die Luft erhob und sich in Trikāta niederließ, lebte auf dem Lubi-Ķīvzemnieki-Hof (von dem heute nichts mehr zu sehen ist), eine junge Magd. Sie war in den Wald gegangen, um Beeren zu sammeln, aber unglücklicher Weise war sie einem Bären begegnet, der sie in seine Höhle trug, sie ernährte und sie als seine Frau hielt. Die Magd gebar in der Bärenhöhle einen Sohn, der seiner großen Kraft wegen den Namen Lāčausis (Bärenohr) erhielt. Eines Tages begab sich die Magd zum Ķīvzemnieki-Hof, um ihre alten Bekannten zu besuchen. Die Leute fragten sie über alles aus, und sie weigerte sich auch nicht, aus ihrem Leben zu erzählen. Als die Frau des Bären sich auf den Heimweg machte, schenkte der Ķīvzemnieki-Bauer ihr eine Tasche mit Erbsen. Die Tasche hatte ein Loch: So verstreute die Magd die Erbsen auf ihren Weg. Die Leute folgten ihren Spuren und erlegten den Bären. Die Magd kehrte mit ihrem Sohn auf den Hof des Ķīvzemnieks zurück. Als der Junge sieben Jahre alt war, war er bereits sehr kräftig: Er konnte pfahldicke Bäume aus der Erde reißen. Als er 24 Jahre alt geworden war, bat er seine Mutter um Erlaubnis, sich auf den Gutshof zu begeben. Die Herren beschenkten ihn seiner Kraft wegen reichlich. Im Winter trug er Wasser aus dem See. Eimer waren zu leicht für ihn, deshalb schleppte er das Wasser gleich in Kübeln herbei. Als er zum dritten Mal Wasser holte, verlangt der Herr des Sees eine Abgabe von ihm. Aber Bärenohr schleuderte ihm das Tragjoch an den Kopf. Da grollte der See einen ganzen Tag lang. Seit der Zeit hat der Herr des Sees sich gehütet, Abgaben von ihm zu verlangen. Später nahm Bärenohr als Kämpfer an Schlachten teil. Es stellte sich heraus, dass die Pfeile des Gegners ihm nichts anhaben konnten. Dafür soll er dann auch die Tochter seines Herrn zur Frau bekommen haben.

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