Ventspils apriņķis / Kreis Ventspils

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Kur tagad Dundagas pils, tur senāk bijis dumbru kalns. Reiz puika ganījis cūkas šā kalna tuvumā; te piepēži viņam nozudis melnais vepris — kā ūdenī. Domājis: mājā pārskrējis; bet iet raudzīt: nekā. Sameklējis visu pavakaru — nekur un nekur. Te pret vakaru vepris izlien no slepena cauruma turpat kalna malā un tīri vai kukst vien, cik resns noēdies. Līdis raudzīt, kas tad tur tādā caurumā īsti ir. Ielien — nav vis caurums vien: vesela ala ar lieliem labības apcirkņiem, ar zirgiem, ar govim kūtīs; bet visi šie lopi nedzīvi tikai. Gabaliņu aiz kūtim ierauga vēl lepnu pili. Istabās sēdējuši aiz apklātiem galdiem cilvēks pie cilvēka; bet arī visi nedzīvi. Saulei rietot pārdzinis cūkas un stāstījis mājiniekiem, ko pieredzējis; bet tie izzobojuši puiku: "Tenkugrabis! ko savārās, ko ne: grib prātīgiem cilvēkiem pasakas ieblādēt." — "Ne, ne!" puika atmet ar roku un liekas labāk gulēt. Bet sapņos tam parādas vecs vīriņš, sacīdams: "Dzirdi, puika, rītu, cūkas ganīdams, ielien tai alā, ieej pilī, uzkāp pils tornī un pazvani tos divus pulksteņus, kas tur karājas; bet ieliec labi cienā, ko pulksteņi skanēdami sacīs."

No rīta celdamies, puika nekā vairs mājiniekiem neieminas par saviem vakarējiem brīnumiem; un, taisnību sakot, ko arī plātīsi muti: teiks varbūt vēl, ko sapņojis, lai lielie atkal izzobotu tikai. Liela vajadzība! Labāk klusītiņām aizdzen savas cūkas un dara, kas darāms. Jā, nu tā uzkāpj pils tornī, paskatās uz augšu: ir gan divi pulksteņi. Sāk zvanīt — ieklausās tādu brīdi — viņam liekas: pirmais pulkstenis skan: "Dun, dun!" otrs: "Danga, danga!" — "Ače, tie jau dzied: Dundangu, Dundangu!" puika iesmējas pats savā nodabā. Un līdz to izteicis, te pils paceļas gaisā un cilvēki un lopi atdzīvojas; bet puika pats pārvēršas par akmeni. (Puika esot uzminējis pils vārdu, tādēļ tā uzcēlusies.) Ilgi vēl šis akmens glabāts Puišu kalnā, un ļaudis tur ziedojuši gan ziemu, gan vasaru.

Dundaga, 3. Dort, wo heute das Schloss von Dundaga steht, befand sich früher ein Hochmoor. Einmal hütete ein Junge Schweine in der Nähe des Moores. Plötzlich war sein schwarzer Eber verschwunden — gerade so, als wäre er ins Wasser gefallen. Der Junge dachte: Er wird nach Hause gelaufen sein. Aber zu Hause war er auch nicht. Der Bub suchte den ganzen Abend nach ihm, aber von dem Eber war keine Spur zu finden. Spät am Abend kroch der Eber aus einer versteckten Höhle am Berghang hervor und grunzte nur noch, so dick hatte er sich vollgefressen. Da kroch auch der Junge in die Höhle hinein, um nachzusehen, was es darin Gutes gab. Und was fand er vor? Eine große und geräumige Höhle mit Getreideverschlägen, mit Pferden und Kühen, aber alle diese Tiere waren leblos. Hinter den Ställen erblickte er ein prächtiges Schloss. In den Schlosssälen saßen an gedeckten Tischen viele Menschen, einer dicht neben dem anderen, aber auch sie waren alle tot. Als die Sonne untergegangen war, trieb er die Schweine nach Hause und erzählte anderen, was er gesehen und erlebt hatte. Aber die Leute verspotteten ihn und sagten nur: "Spinner! Willst du denn, dass vernünftige Menschen deine Märchen für voll nehmen!" – "Nun, wenn nicht, denn nicht", winkt der Junge ab und legt sich schlafen. Aber im Traum erscheint ihm ein altes Männchen, das sagt: "Höre mal, Junge, wenn du morgen wieder deine Schweine hütest, dann kriech in die Höhle, betritt das Schloss, steig in den Schlossturm hinauf und läute die zwei Glocken, die dort hängen. Merke dir aber gut, was die beiden Glocken beim Läuten sagen werden."

Als der Junge am nächsten Morgen aufsteht, erwähnt er vor den Erwachsenen die gestrigen Wunder mit keinem Wort mehr. Und warum sollte er es auch! Wenn er ihnen auch noch seinen Traum erzählen würde, würden sie ihn ja doch nur verspotten. Lieber machte er sich leise mit seinen Schweinen davon und führte aus, was man ihm aufgetragen hatte. Er besteigt den Schlossturm und erblickt die zwei Glocken. Dann beginnt er zu läuten und lauscht ihrem Klang. Es scheint ihm, dass die erste Glocke "Dun, dun" läutet, die zweite "Danga, danga!" "Die singen ja Dundanga! Dundanga!" lacht der Junge bei sich, aber kaum hat er die Worte ausgesprochen, da erhebt sich das Schloss aus der Tiefe und alle Menschen und Tiere werden wieder lebendig. Der Junge selbst aber verwandelte sich in einen Stein. (Das Schloss habe sich erhoben, weil der Junge seinen Namen erraten hatte.) Der Stein hat noch lange auf dem Jungenberg gelegen und die Leute legten dort sowohl im Winter als auch im Sommer ihre Opfergaben nieder.

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