Kreis Ventspils

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ebensolche Sage wird auch über Sabile erzählt.


Dundaga, 5. Dort wo sich heute der Burgberg von Dundaga erhebt, soll früher ein schönes Schloss gestanden haben, das einer reichen Jungfrau gehörte. Die Jungfrau war sehr reich und sehr hochmütig, deshalb konnte sie sich keinen Bräutigam erwählen. Schließlich sagte sie: "Derjenige, der es wagen wird, mit dem Pferd den Burggraben zu durchschwimmen und die steile Bergwand zum Schloss hinaufzureiten, soll mein Ehemann werden. Viele Ritter haben es versucht, aber vergeblich. Den Graben konnten sie zwar durchschwimmen, aber beim Hinaufreiten glitt das Pferd aus, fiel und erschlug sich zusammen mit dem Reiter, Eines Tages erschien auch ein armer Mann aus einer fernen Gegend, um die schwere Aufgabe zu versuchen. Als er den Burggraben erreicht hatte, stürzte er sich mit dem Pferd ins Wasser und erreichte bald das andere Ufer. Dann begann er den Berg hinaufzureiten. Die Jungfrau stand oben und spottete: "Will denn der Bettler auch heraufkommen? Der, wird ja keine paar Schritte weiterkommen!" Aber der Bettler ritt mit Leichtigkeit die Steilwand zur Burg hinauf. Da fiel die Jungfrau vor Angst und Scham in Ohnmacht. Der Bettler sagte: "Lasst mein Pferd über Nacht im Schlosssaal bleiben!" Nun, man konnte ihm nicht widersprechen und musste es gestatten. Sie ließen das Pferd im Schlosssaal zurück und suchten selbst ein anderes Zimmer auf. Aber in der Nacht hatte der fremde Bettler das Schloss in Brand gesteckt und war selbst geflohen. Wohl jammerte die Jungfrau, wohl rief sie um Hilfe, aber alles vergeblich. Als die Bauern später eintrafen, war das Schloss bereits abgebrannt.

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