Das Leben der Herrschaft

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Der Schlossherr von Alsunga (Johann Ulrich von Schwerin, Marschall von Kurland und Semgallen i. J. 1632) soll längere Zeit in Polen gelebt haben. Dort hatte er sich in eine Dame verliebt, die nicht eher bereit war seine Frau zu werden, bis er versprochen hatte, selbst den katholischen Glauben anzunehmen und ihn auch seinen Leute ebenfalls annehmen zu lassen. Das hat er denn auch gern getan (1634). Fast alle lutherischen Bauern ließen sich zur Annahme des katholischen Glaubens überreden, nur eine kleine Schar behielt ihren alten Glauben bei und verließ Alsunga. Ein allerletztes Mal versammelte sich die kleine Schar – nicht weit vom Gutshof unter einer dicht belaubten Linde – um ihren lutherischen Pfarrer, der ihnen das Abendmahl reichte. Dann zerstreuten sie sich in alle Welt. Ein anderer hat erzählt: Solange die Linde grüne, werde es in Alsunga Katholiken geben, aber wenn sie vertrocknen werde, würden die Alsunger zu ihrem alten evangelischen Glauben zurückkehren. Deshalb wird jene Linde von den Alsunger Katholiken als heilig bezeichnet: Niemand verletzt sie, denn sie soll noch lange grünen und lebendig bleiben. Die heilige Linde ist zwar sehr alt, aber trotzdem nicht sehr hoch.

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