Seen

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ähnliche Sage hat auch Tālivaldis in Trikāta aufgeschrieben ("Balss" 1889, Nr. 39; LP, VII, I, 1289, 3). Kārlis Bramanis aus der Rigaer Gegend schreibt (LP, V, 408, 204), dass der Burtnieks früher in einem Moor in der Nähe von Valmiera gelegen haben soll. Sieben Jahre lang bereitete er sich vor, den Ort zu wechseln, und sieben Jahre lang schaufelte eine schwarze Sau ein neues Bett für ihn. Aber auch an seinem neuen Ort konnte der See sich lange nicht beruhigen und ließ oft sein Heulen vernehmen. Erst nachdem ein kleines Mädchen seinen Namen erraten hatte, wurde der See ruhig. Der Schüler A. Balodis schreibt nach der Erzählung von E. Balodis, dass der Burtnieks-See in der Luft geflogen und während des Gottesdienstes auf die dortige Kirche herabgefallen sei, weil ein altes Mütterchen seinen Namen erraten habe. Alle Kirchgänger seien ertrunken, nur jenes Mütterchen sei am Leben geblieben. Eine Līze Bērziņa (LP, VI, 213, 30) habe erzählt, dass ein riesiger schwarzer Stier den Burtnieks-See auf seinem Rücken getragen habe. Er habe ihn erst auf den Ķoņa kalns hinabwerfen wollen, aber dort habe niemand den Namen des Sees erraten. "Da habe sich der See wieder in die Luft erhoben und sei nach dem. Süden geflogen, wo er dann währen des Gottesdienstes auf die Burtnieki-Kirche herabgestürzt sei". Die Kirche könne man noch heute auf dem Grund des Sees sehen. Draußen vor der Kirche könne man eine schwarze Kalesche und vier Rappen sehen. Der Pfarrer habe soeben die Kanzel bestiegen, um mit der Predigt zu beginnen. Wenn der Pfarrer seine Predigt einmal beendet haben werde, werde der See sich wieder in die Luft erheben und davonfliegen. Dann werden die Kirchgänger die Kirche verlassen und wieder nach Hause gehen. Für sie sei der Gottesdienst gar nicht so lang, wie wir uns das jetzt vorstellen.


Dort, wo sich heute der Taures-Sumpf befindet, lag früher ein großer See. Einmal rief ein junger Mann, der seine Netze in dem Moorsee von Taure ausgeworfen hatte, verärgert aus: "Zum Teufel, es gibt ja keine Fische!" Darauf antwortete ihm eine Stimme aus der Tiefe, dass er stets auf einen reichen Fischzug rechnen könne, wenn er dem See sein erstes Kind zum Opfer bringen wolle. Der Mann versprach es, und von da ab mangelte es ihm nie mehr an Fischen. Als seine Frau das erste Kind geboren hatte, erschrak er über das gegebene Versprechen und wandte sich an einen gottesfürchtigen Mann, um Rat zu holen. Der Mann belehrte ihn, was er zu tun habe. Er hieß ihn an Freitagabenden seine Axt zu dengeln und dann, das schnellste Pferd in der ganzen Gegend ausfindig zu machen. Als der See mit Eis bedeckt war, fuhr der Mann mit seinem Kind zu einer Wuhne und rief: "Hier hast du es!" Der Drache steckte seinen Kopf aus der Wuhne hervor, aber der Mann schlug ihn mit einem einzigen Axthieb ab und fuhr dann so schnell davon, wie er nur konnte. Danach hat der See noch neun Tage und neun Nächte geheult. Schließlich erhob er sich in die Luft und flog nach Burtnieki. Dort, wo sich heute der Burtnieks befindet, lag früher der viel kleinere Agruma ezers. Am Ufer dieses Sees buddelte Tag und Macht eine schwarze Sau. Eines Sonntags, während des Gottesdienstes, ist der Taure-See herabgeflogen und hat die Kirche zusammen mit der Gemeinde ertränkt. Noch heute soll man bei klarem Wetter die versunkene Kirche auf dem Grund des Burtnieks- Sees sehen können. Der Burtnieks hat sich bis heute noch nicht ganz beruhigt, und oft kann man sein Heulen hören.

In dem Moor von Taure gibt es Stellen ohne Grund (Untiefen). Das sollen die Augen des Drachens sein, die er im Sterben nicht geschlossen hatte.

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