Seen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Der Idrolis befindet sich auf dem Grund der Gemeinde Rauna — in dem Teil der ehem. Lisa-Gemeinde. Neben dem See befindet sich der Ezerkalns (Seeberg), wahrscheinlich ein alter Burgberg der Samen. In seiner Nähe befinden sich alte Steingräber der Samen. Vielleicht haben sich deshalb über den kleinen See viele Sagen erhalten. P. Š.
Comments: Es gibt mehrere Sagen, die berichten, dass ein See geflohen sei, weil man in Ihm schmutzige Kindersachen gewaschen habe. Neben dem Großen Gut des Lugaži-Schlosses befindet sich ein großes Moor, das Ķeizara purvs (Kaisermoor) genannt wird. Früher befand sich anstelle des Moores der Ķeizara ezers (Kaisersee). Der See ist geflohen, weil man in ihm schmutzige Kindersachen gewaschen hatte. Er hat sich als Vircjärv (“järv“- estnisch See) in Estland niedergelassen (VII, I, 1294, 5). Aus demselben Grund sei auch der Velna bedres ezers (Teufelskuhlensee) von Bērznieki in Tinka geflohen (VII, I, 1306, 4). Dasselbe wird auch von dem Jodēnu ezers bei Dobele erzählt (VII, I, 1306, 2). Es gibt viele Sagen darüber, dass ein fliehender See die Menschen warnt. Solche Sagen werden z. B. über den Bērzaunes ezers (Krogzemju Mikus in Lielvārde, V, 389, 179), über den Rustigas ezers der Gemeinde Straupe (Strautiņš, VII, I, 1301, 7) über den Griežu ezers, der sich früher im Tal des Čuči-Gutes befunden haben soll (A. Bielenstein, Bērzmuiža, VI, 211, 24), über den Sepenu ezers (Brīvzemnieks ,“Sborņik“; VII, I, 1290, 1) und schließlich über den Kudliņu ezers (zwischen den Gutshöfen Lode und Bānūži) und über den See von Bērzaune (Līze Bērziņa, VI, 213, 30) erzählt. P. Š.


In alten Zeiten befand sich der Idrolis-See an der Stelle, wo heute der Aklais ezers (Blinder See) des Kaķīši-Hofes von Rauna liegt. Einmal hatte eine Frau in dem See schmutzige Kinderwäsche gewaschen. Darüber war der See sehr erbost, erhob sich in die Luft und flog zu der Stelle, wo er sich heute befindet. An jenem Tag hüteten Hirten gerade ihr Vieh, als am Himmel eine große dunkle Wolke erschien und ihnen zurief: "Hirten, flieht, Idrolis kommt!" Die Hirten haben ihr Vieh sogleich fortgetrieben, in dem Tal blieben nur zwei Ziegenböcke zurück, die gerade miteinander kämpften. Da fiel der See zur Erde hinab und teilte sich in zwei Teile: die Stelle, auf der die beiden Ziegenböcke kämpften, blieb trocken. Der schmale Landstreifen, der die beiden Seen trennt, heißt noch heute der Ziegenbockrücken. Einmal hatte ein Fischer einen sehr großen Hecht im Idrolis gefangen. Er knotete ein Wollband um den Hecht, aber der Hecht riß sich los. Nach einiger Zeit hat man denselben Hecht mit dem umgebundenen Wollband in dem nachbarlichen Strantes ezers gefangen.

Ein anderes Mal hat ein Angler im Bezdibens (Bodenlos) des Baltvilks-Hofes einen Fisch gefangen, den er an einen Bindfaden angebunden hat. Auch dieser Fisch riß sich los und wurde später mitsamt Bindfaden im Idrolis-See gefangen.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox