Seen

From Pasakas un teikas
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Comments: Ansis Lerchis-Puškaitis hat neben der obigen noch eine andere Variante in seine Sammlung aufgenommen, in der eine See vor dem Teufel flieht, bis der "Vater der Gewässer" ihn aufhält. Da nicht nur der "Vater der Gewässer", sondern auch der Inhalt der Sage den lettischen Volksüberlieferungen fremd ist, habe ich die erw. Variante hier nicht aufgenommen. P. Š.


Dort, wo sich heute die Kangari befinden, war früher ein sehr großer See, der dem Teufel gehörte. Damals konnte man Riga nur über den See erreichen. Aber der Teufel ließ niemand den See umsonst überqueren. Schließlich traf Gott mit dem Teufel eine Vereinbarung: Er versprach, soundsoviele Menschen für den Teufel im See ertrinken zu lassen, aber dafür müsse der Teufel die anderen den See überqueren lassen. Gut. Aber der Teufel wollte sich denn doch mit der vereinbarten Zahl nicht begnügen: Heimlich stahl er noch mehr Seelen. Darüber wurde Gott sehr böse. Er nahm einen großen Sack mit Kies, der unten ein Loch hatte, auf die Schultern und überquerte den See. Unterwegs verschüttete er soviel Kies, dass daraus die Kangari-Hügel entstanden sind. Nun mussten die Menschen nicht mehr über den See fahren, sondern über die Kangari- Hügel Gottes. Darüber wurde der Teufel so böse, dass er sich gar nicht mehr beruhigen konnte. Gerade um die Zeit, als Kohl gepflanzt wurde, erhob er um die Mittagszeit den See in die Luft und flog mit ihm unter Sausen und Brausen nach Osten, bis er Lubāna erreicht hatte und sich dort niederließ. Von der Zeit ab nennt man die Straße, die an Suntaži vorbei nach Riga führt, die Lubāna-Straße. Zum Errichten des Kangari-Gebirges hatte Gott den Kies aus Viskale gebracht. An der Stelle, wo er den Kies entnommen hat, befindet sich heute der See von Viskale. Unterwegs hat er schon immer ein wenig Kies verstreut, deshalb sind dort Hügel entstanden, die auch an mehreren Orten den Namen Kangari-Hügel tragen.

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