Seen

From Pasakas un teikas
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Comments: Grenševicu Otīlija aus Vietalva schreibt, dass in den Odzes ezers ein Bauernhof und eine Kirche versunken seien. — Als die große Wolke herbeigeflogen kam, rief eine Wäschebleuelin aus: "Oh, weh, eine Otter fliegt in der Luft, oh, weh!" Damit hatte sie den Namen des Sees erraten. In "Jaunākās Ziņas" (1924, Nr. 4) wird gesagt, dass die Magd von der rauschenden Wolke gesagt haben soll: "Die zischt ja wie deine Otter!" Somit hatte sie den Namen des Sees erraten, der mitunter auch der Trakšiņu ezers genannt wird. Schließlich heißt es: "In der Mitte des Sees befindet sich eine flache Stelle, von der die Fischer sagen, dass sie nichts anderes sei, als der Kirchturm (der versunkenen Kirche). An derselben Stelle liegt auch der versunkene Bauernhof. Bei klarem Wetter kann man sogar die Ziegelwände der versunkenen Kirche sehen.


Dort, wo heute der Odzes ezers (Kreuzotter-See) liegt, befand sich früher eine weite Ebene. In dieser Ebene stand ein großes Haus mit einem roten Dach. In dem Haus wohnten zwei junge Mädchen. Eines Tages waren beide Mädchen dabei, Hemden zu nähen. Draußen brach ein Wirbelsturm aus, und eine große schwarze Wolke zog herauf. Plötzlich stach das eine Mädchen beim Nähen in den Finger. "Oh weh, wie eine Kreuzotter!", rief sie aus. Damit hatte sie den Namen des Sees erraten. Der See stürzte herab und ertränkte die beiden jungen Mädchen und das Haus. Noch heute kann man bei ruhigem Wetter die roten Dachpfannen des Hauses sehen.

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