Seen

From Pasakas un teikas
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Comments: Skara schreibt in "Balss" (1891 Nr. 39; LP, VII, I, 1308, 8), dass der Saukas ezers dem Dumblis eine Kelle Wasser gestohlen habe. Später habe er sich so geschämt, dass er das gestohlene Wasser an einer anderen Stelle wieder ausgeschüttet habe. J. Linabergs in Sauka hat eine Variante aufgeschrieben, in der berichtet wird, dass ein alter Mann als Schiedsrichter zu den streitenden Seen gekommen sei. Er habe das Wasser beider Seen ausgemessen und dabei gefunden, dass der Saukas ezers anderthalb Kellen Wasser mehr hatte. Diese anderthalb Kellen Wasser hat er an einer anderen Stelle aus geschüttet: Daraus sind die zwei kleinen Seen in der Nähe des Saukas ezers entstanden. P. Š.


Im Oberland unweit vom Gutshof Elkšņi befindet sich der Dumbļa ezers, der heute zum Teil schon zugewachsen ist. Etwas weiter von dem hier erwähnten See entfernt befindet sich der sehr wasserreiche Saukas ezers. Einmal hatten Dumblis und Saukas ezers angefangen zu prahlen, wer von ihnen beiden das meiste Wasser führe. Der Dumblis betonte, dass er viel breiter und größer als der Saukas ezers sei und deshalb auch mehr Wasser habe. Der Saukas ezers seinerseits prahlte, dass er viel tiefer sei und deshalb auch wasserreicher als der Dumblis. Wer von ihnen in Wirklichkeit recht hatte, das wussten sie beide nicht. Schließlich trafen sie eine Vereinbarung: Ihr Wasser sollte ausgemessen werden. Wer von ihnen beiden weniger Wasser haben würde, der müsse blind werden. Da bekam es der Saukas ezers mit der Angst zu tun: wenn er nun doch weniger Wasser haben sollte? Um nicht blind werden zu müssen, machte sich der Saukas ezers in der Nacht vor dem Wassermessen mit einer großen Schöpfkelle auf den Weg, um Wasser aus dem Dumblis zu stehlen. Als er mit einer vollen Kelle zurückkehrte, war es schon Mitternacht und der Hahn begann zu krähen. Er musste die Wasserkelle liegen lassen und an seinen Platz zurückeilen. Die Schöpfkelle, die der Saukas ezers in jener Nacht verschüttet hatte, ist noch heute ganz in seiner Nähe zu sehen. Nun, begannen sie das Wasser auszumessen. Es stellte sich heraus, dass der Dumblis weniger Wasser führte als der Saukas ezers. Er hatte die Wette verloren. Von der Zeit an begann der Dumblis, langsam zuzuwachsen. Mit jedem Tag wächst er mehr zu und ist auf diese Weise blind geworden.

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