Flüsse

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Man könnte mit dem Fluss Aiviekste beginnen, über den Krogzemju Mikus aus Lielvārde eine Sage aufgeschrieben hat (LP, V, 390, 180, Bienemann, Livländisches Sagenbuch, 12, 15), aber diese Sage hat nicht einen sicheren Ursprung in den Volksüberlieferungen. — König Inums hatte einen Sohn Aivis, der sich in eine Königstochter namens Ranapura verliebt hatte. Um Ranapuras Willen besiegt Aivis den litauischen Riesen, aus dessen Blut der Lubānas ezers entsteht. Den Fluss, der aus dem Lubāns entspringt, hat Aivis Aiviekste genannt. Die Sage ist verfasst nach der estnischen Kunstsage über die Entstehung des Peipus-Sees (s. Bienemann, Livl. Sagenbuch, 27, 32). Auch der Name Ranapura ist dieser estnischen Sage entnommen. P. Š.
Comments: Nr.1-13 sind Varianten über die Flüsse von Livland. P. Š.


In der Nähe des Vorwerks Marientāla von Jaungulbene (Neu-Schwanenburg) steht am Ufer der Liede eine Mühle, Sila dzirnavas (Waldmühle) genannt. Durch einen Staudamm in der Liede (upe – Fluss, ist lettisch feminin) entstand ein See. An manchen Stellen an den Ufern des Sees wachsen prächtige Birken, aber die Liede-Hügel, die an den See grenzen, sind mit schlanken Föhren bewachsen. Sie bilden den Mühlenwald.

Einmal ging ein Flachsbreeher namens Akcis durch den Mühlenwald nach Hause. Mitten im Walde sieht er: Ein Fass rollt den Weg entlang und ruft: "Hundert Jahre hab ich gelegen, nochmals hundert Jahre muss ich liegen, wenn du nicht verstehen solltest, mich festzuhalten!" Akcis überlegte nicht weiter und hielt das Fass fest. Aber in demselben Augenblick umringten ihn verschiedene Gespenster. Akcis erschrak und begann zu schreien. Da packte ein Teufel mit neun Köpfen Akcis und versenkte ihn zusammen mit dem Fass in die Erde. An der Stelle blieb eine Vertiefung in der Erde. Die Vertiefung füllte sich mit Wasser, und die Menschen nannten es Akacis (Wuhne).

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox