Flüsse

From Pasakas un teikas
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Ezerupe entspringt aus dem Südzipfel des Ušuru ezers von Jaungulbene. Er fließt durch grüne Wiesen, bis er schließlich in die Liede mündet. Vor langer Zeit lebte am Ušuru ezers ein reicher, aber sehr geiziger Bauer. Er besaß einen schönen Hof, weite Felder und eine große Viehherde. Die Leute tuschelten, dass der geizige Bauer mit dem Teufel im Bunde sei, weshalb ihm alles gelinge. Eines Tages ging der Geizhals an den See, bestieg das Boot und begann zu rudern. Plötzlich tauchte etwas. Blinkendes am Rande des Bootes auf. Der Geizhals griff sogleich nach dem blinkenden Ding, aber vergeblich: Seine Hand war leer. Plötzlich glitt der kostbare Ring des Geizhalses ihm vom Finger und fiel in den See. Der Bauer war sehr unglücklich und mühte sich ab, den Ring herauszuholen, aber es gelang ihm nicht. Er überlegte lange, wie er den Ring zurückbekommen könnte. Schließlich suchte er den Teufel auf, um dessen Rat zu erbitten. Beide unterhielten sich lange Zeit. Schließlich war der Teufel bereit zu helfen. Der Geizhals kehrte frohen Herzens heim. Früh am nächsten Morgen war der Teufel zur Stelle und begann fleißig ein Flussbett zu graben, um das Wasser aus dem See abzulassen. Als das Flussbett fertig war, guckte der Teufel zurück und sah, dass das Wasser nicht abfloss. Dann rief er mit lauter Stimme: "Alle habe ich besiegen können, nur den Ušurs nicht!" Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, da begann schon das Wasser aus dem See in das Flussbett zu strömen und riss auch den Teufel mit sich fort. Der Geizhals wartete und wartete darauf, dass der See schließlich trocken werden würde, aber er konnte es nicht erwarten und ist vor Gram gestorben. Der Fluss hat wohl deshalb den Namen Ezerupe (Seefluß) erhalten, weil er aus dem See entspringt.

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