Moore und Sümpfe

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Vor langer Zeit befand sich im Tacu purvs an der Stelle, an der das Flüsschen Veseta dem Kāla ezers entspringt, der Jānīši-Hof. Aber es war nicht möglich, auf dem Hof zu leben, denn der Teufel ließ die Leute nicht in Frieden. Früher gab es Stuben, aus welchen der Rauch durch eine verschließbare Luke entweichen konnte. Wenn die Menschen abends länger aufgeblieben waren, erschien der Teufel an der Luke. Als er sah, dass die Menschen noch nicht schliefen, spie er aus: "Ach, noch immer auf den Beinen! ", und stieß die Luke zu. Aber sobald die Leute sich schlafen gelegt hatten, war er gleich zur Stelle. Er hob die Betten hoch und tobte, wie eben ein Teufel zu toben pflegt.

Als die Leute es nicht mehr aushielten, errichteten sie ein neues Haus in der Nähe der Mühle, aber es wurde nicht besser: Auch dort ließ der Teufel sie nicht in Frieden. Einmal verendete eine Kuh. Der Bauer und die Bäuerin gerieten in Streit.

Am Abend rückte die Bäuerin im Bett von ihrem Mann ab und lag ganz am Rande des Bettes. Plötzlich war der Teufel zur Stelle: er war ein riesiger Kerl. Da rief er: "Nun werde ich zwischen Euch Platz haben!" Da rückte die Frau sogleich ganz dicht an ihren Mann heran.

Einmal wollte derselbe Bauer ins Wasser gehen, um sich das Leben zu nehmen. Da erblickte er auf dem Grund ein Tier, das das Maul auf- und zusperrte, als bereite es sich vor, jemanden zu verschlingen. Der Bauer ging nicht mehr ins Wasser, sondern ergriff die Flucht.

Damals lebte ein altes Mütterchen, das eine berühmte Kartenlegerin war. Sie riet, den Jānīši-Hof dort zu errichten, wo er heute steht. An dem neuen Ort lässt der Teufel die Leute in Ruhe.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox