Berge

From Pasakas un teikas
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Etwa eine Werst von dem Gutshof Viesiena entfernt erhebt sich der Dārznīcas kalns (Gäŗtnerei-Berg). An der Stelle, an der sich heute der Berg erhebt, soll in alten Zeiten ein prächtiges Schloss gestanden haben. Aber einmal — ob es nun der Teufel oder jemand anders war, hat man einen Berg auf das Schloss gekippt. So verblieb es lange Zeit. Eines Tages aber erblickte ein Mann aus der Umgebung, der über den Berg ging, eine Tür. Er trat ein und fand große Räume voll mit Geld. Ein alter grauhaariger Mann saß und bewachte die Schätze. Er war recht freundlich, erlaubte dem Fremden, Geld in die Taschen zu stecken und begleitete ihn lächelnd hinaus. Beim Abschied ermahnte er ihn aber mit, niemandem darüber zu reden. Lange Zeit sprach der Mann mit keiner Menschenseele darüber aber ein Jahr später erzählte er von seinem Erlebnis anderen und nahm sie sogar mit, um ihnen alles zu zeigen. Als sie den Berg betraten, war der Alte nicht mehr so freundlich und rief aus: "Alle anderen — hinaus, aber du, Schwätzer, du bleibst hier!" Es half ihm nichts, er musste unter der Erde bleiben und durfte nie mehr zurück.

Auf dem Berg soll sich auch eine sonderbare Quelle befinden, die sich nie mehreren Menschen zugleich zeige. Wenn einer sie findet und ein Zeichen an der Stelle anbringt, ist sie — sobald er mit anderen zurückkehrt — bereits verschwunden. Nur das angebrachte Zeichen, das sei an Ort und Stelle.

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