Berge

From Pasakas un teikas
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Comments: Es ist bekannt, das Vekenstedt viele Sagen ziemlich kritiklos aufgenommen hat, deshalb habe ich auch in Bezug auf die hier vorliegende Sage gewisse Bedenken. P. Š.


Nicht weit von Medze (Kreis Grobiņa) befindet sich ein Berg, der von den Leuten der Umgebung Lielais kalns (Großberg) genannt wird. Oben auf dem Berg, gerade in der Mitte, befindet sich eine tiefe Spalte. Heute ist der Berg von fruchtbaren Ackern und Kornfeldern umgeben, aber früher befand sich an deren Stelle mooriges Land, sodass die Menschen auf den schmalen Landstreifen, die über das Moor hinausragten, kümmerlich ihr Leben fristeten, indem sie sich von Waldtieren und Wurzeln ernährten.

Eines Tages erschien bei ihnen so plötzlich und unerwartet ein Mann, als wäre er vom Himmel gefallen, und vertrieb das — Moorwasser, das ins Meer abfloss. Dadurch wurde die ganze Umgebung zu einem fruchtbaren Land. Die Menschen jener Gegend baten nun den Fremden, ihr Herrscher zu werden. Er war dazu bereit. Er errichtete sich auf dem Großberg eine Burg und herrschte von dort aus über das lettische Volk.

Von diesem Herrscher lernten die Letten, Land zu bebauen und Häuser zu errichten. Durch ihn wurden sie klug und weise. Als der Herrscher sah, dass die Letten in der Lage waren, ihr Leben selbst gut zu meistern, versank er zusammen mit seiner Burg in den Berg durch die tiefe Spalte, die man noch heute sehen kann.

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