Berge

From Pasakas un teikas
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Des sogenannte Tīrais purvs (das Reine Moor) befindet sich inmitten des Sece-Waldes und ist gut 7 Werst lang, an manchen Stellen bis zu 3 Werst breit. Tīrais purvs hat zwei Stellen, an denen man keinen Grund finden kann. In alten Zeiten brachen fremde Krieger in Kurland ein. Sie kamen durch die Luft in zwei Luftschiffen an und haben ein sehr großes Heer mitgenommen. In der Nähe des Tīrais purvs waren die Luftschiffe ermüdet und fielen herab. Beim Aufschlagen rissen sie im Moor tiefe Löcher, die heutigen Untiefen, aus. Das Heer konnte unversehrt die Luftschiffe verlassen, aber gleich darauf strömte Wasser in die eingeschlagenen Löcher und deckte die Schiffe zu. Unsere Großväter pflegten noch zu prahlen, sie hätten mit eigenen Augen die Mastspitzen der Schiffe gesehen und neckten uns: "Geht nur zum Tīrais purvs, da könnt ihr noch die Mastspitzen aus dem Wasser ragen sehen." Die Krieger, die ihre Luftschiffe glücklich verlassen konnten, versammelten sich am Rande des Moores und errichteten eine steinerne Brücke über den Graben (sie trägt noch heute den Namen "die Steinbrücke"). Dann schlugen sie einen Waldpfad ein, bis sie schließlich auf die Landstraße stießen. Dort begegneten sie einem Bettler und drohten, ihn zu töten, wenn er sie nicht aus dem Wald hinausführen würde. Der Bettler führte das Heer aus dem Wald heraus, aber da erblickten die Fremden unser Heer, das ihnen entgegenmarschierte. In ihrer Wut schleppten die Fremden den Bettler auf einen Hügel (der noch heute Ubaga kalns (Bettlerhügel) genannt wird) und erschlugen ihn. Nun brach zwischen den beiden Heeren der Kampf aus, in dem alle Fremden bis auf den letzten Mann getötet wurden. Der Kampf hat etwa eine Viertelwerst von dem Hof Gārsenieki entfernt stattgefunden. Die gefallenen Krieger wurden in fünf Gemeinschaftsgräbern beigesetzt, die noch heute deutlich zu erkennen sind.

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