Wölfe

From Pasakas un teikas
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Am Jurģis-Tag (St. Georgs-Tag) reitet der hl. Jurgis auf einem Wolf über Viehweiden und erlaubt dem Wolf nur die Tiere zu reißen, die Jurģis für ihn bestimmt: Es sind nur die Tiere, die bei ihrer Geburt Blut auf der Stirn hatten. Deshalb haben die Bäuerinnen früher alle Jungtiere nach der Geburt genau betrachtet, um zu wissen, welche für den Wolf bestimmt waren. Der Wolf, der über die Viehweide rennt, sei zu sehen, der Reiter dagegen nicht. Den können nur vieräugige Hunde sehen (Hunde, die kreisförmige Brauen haben, die wie Augen aussehen). Solche Hunde fangen dann in dem Augenblick wild zu bellen an. Auch solche Menschen, die in einer Steißlage geboren wurden, können ihn (den Reiter) sehen. Wenn Weiber den Reiter sehen wollen, so müssen sie ihre Röcke über den Kopf heben und zwischen die Beine gucken. Auf dem Voika-Hof hat früher eine alte Frau gelebt, die gesehen haben will, wie ein Mann auf dem Rücken des Wolfes saß und dem Wolf nicht erlaubte, den Kopf zur Seite zu drehen.

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