Pflanzen (und Bäume)

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Der Buchweizen. Es lebte einmal ein König mit seiner Frau. Ihnen wurde eine Tochter geboren, die so schön war, dass man es gar nicht beschreiben kann. Die Eltern waren sehr glücklich, wussten aber nicht, welchen Namen sie ihr geben sollten. Da, beschlossen sie ihren Diener auf die Landstraße zu schicken: Er sollte die erste Frau, der er begegnen würde, nach ihrem Namen fragen. Die Eltern wollten den Namen der Frau ihrer Tochter geben. Nun gut, der Diener begab sich auf die Landstraße. Dort wartete er einen Tag, dort wartete er einen zweiten Tag: Es kam und kam keine Frau die Landstraße entlang. Der Diener wurde ärgerlich und wollte schon heimgehen, da sah er: Es kommt ein altes Mütterchen. Der Diener musste ein wenig lachen, dann fragte er die Alte: "Sag mal, Großmütterchen, wie heißt du?" Die Alte antwortete: "Mein Name ist Grütze." Da lachte der Diener noch mehr und kehrte aufs Schloss zurück. Er suchte den König auf und berichtete ihm: "Ich stand schon zwei Tage an der Landstraße und sah keine Frau kommen. Am dritten Tag erblickte ich ein altes Weib. Ich fragte das Weib nach seinem Namen und es antwortete, es heiße Grütze." Da lachte auch der König. Dennoch gab er seiner Tochter den Namen "Grütze". Die Tochter wuchs heran und wurde so schön, dass der Vater sich bereits nach einem Mann für sie umsah. Zum Unglück brach der Krieg aus. Der König zog in den Krieg und wurde bald erschlagen. Der feindliche König war schon alt, aber er wollte Grütze heiraten. Das Mädchen lehnte es ab. Da wurde der König sehr zornig und warf sie ins Gefängnis. Dort saß sie nun und weinte. Ein altes Mütterchen kam zu ihr und brachte ihr Wasser. Das Mädchen flehte die Alte an, sie zu sich zu nehmen. Da murmelte die Alte einige Worte und die Prinzessin verwandelte sich in ein Buchweizenkorn. Die Alte steckte das Korn in die Tasche und ging hinaus. Sie ging und ging, bis sie zu der Stelle kam, an der Diener sie nach ihrem Namen gefragt hatte. Dort nahm sie das Buchweizenkorn aus der Tasche und steckte es in die Erde. Nach einiger Zeit erwuchs aus dem Korn eine Menge Buchweizen. Die Menschen begannen, den Buchweizen zu kochen und zu essen. Seit der Zeit essen die meisten Leute Buchweizengrütze und denken dabei an die schöne Königstochter.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox