Pflanzen (und Bäume)

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage ist bereits in den Märchen erwähnt (s. Bd. I, S. 412), aber mit der Ausschmückung von Lerchis-Puškaitis und ohne die viel ältere Variante von Kohl zu erwähnen. P. Š.


Die Esche. Die Esche (Die Esche = osis ist im Lett. männlich) ist ein lahmer und blinder Mann. Im Frühling, wenn alle Bäume bereits grünen, steht er noch in seinem Winterkleid und tut so, als würde noch immer Schnee auf den Feldern liegen. Später, als er dann die Lebendigkeit des Frühlings gespürt und das Rieseln der Bäche, das Rauschen der Winde und das Summen der Käfer vernommen hat, fragt er die Linde und die Birke in seiner Nachbarschaft: "Liebe Nachbarn, was soll das Jubeln und das Singen ringsherum bedeuten?" Als er nun erfährt, dass der Frühling bereits im Lande sei, entrollt auch er schnell seine Blätter. Im Herbst ist er der Erste, der sich vor den kalten Winden fürchtet. Als Erster lässt er seine Blätter fallen und zieht sich in seine Borke zurück wie die Schnecke in ihr Schneckenhaus. Seiner Blindheit wegen vermag sich der Baum weder über den jungen Frühling noch über den schönen Herbst zu freuen.

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