Augi / Pflanzen (und Bäume)

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Jāņu naktī paparde zied ap pašu pusnakti sudraba ziediem. Kas to ziedu iemanto, tas visu zin, visu paredz; pat caur aizslēgtām durvim tāds ietiek un var par neredzamu apkārt staigāt. Bet papardes zieds jāiekaļ krustiņā un jāglabā cieši jo cieši, citādi nelabais to nozog. Kas Jāņu naktī papardes ziedu meklē, tam jābūt vareni drošam: tur rādoties visādi nezvēri, spoki, ķēmi; tomēr nevajaga bīties, tad nekas nekaiš; ja sabīstas, tad zvēri nolietā.

Reiz gans Jāņu vakarā pazaudējis govi. Saimnieks nejauki bāries un aiztriecis naktī ganu, lai meklē, kamēr atron. Bet meklējot ganam vīzē iekritis papardes zieds. Šis to nezinājis; tikai brīnojies, ka tik piepēži visas lietas viņam zināmas: gan zinājis to, ka govs patlaban pati pārgājusi, gan, ka citi mājās mielojas, gan arī, ka saimnieks pukojies: "Gatavs nelietis! Govs mājā — nu viņš vēl novazājas meklēdams!" Bet pašā tai brīdī piestājies smalks kungs spožiem zābakiem un plijies un plijies, lai mainot vīzes ar viņa zābakiem. Labi, mainījis arī. Un, skat, līdz nu spožos zābakus apvilcis, nezinājis ne rīta, ne vakara vairs; lielām mokām tikko vēl mājas atradis.

Das Farnkraut, 3. Der Farn blüht in der Johannisnacht um die Mitternachtsstunde mit silbernen Blüten. Wer eine solche Blüte findet, der weiß alles und weiß es schon lange im Voraus. Ein solcher kann sogar durch verschlossene Türen gehen und unsichtbar umherwandeln. Die Farnblüte muss man in ein kleines Kreuz einfassen und gut aufbewahren, andernfalls wird sie vom Teufel gestohlen. Wer in der Johannisnacht nach der Farnblüte sucht, der muss sehr mutig sein: ihm erscheinen nämlich verschiedene Ungeheuer und Gespenster, aber er darf sich nicht fürchten. Fürchtet er sich nicht, so geschieht ihm nichts, zeigt er Angst, fallen alle Ungeheuer über ihn her und bringen ihn um.

Einmal hatte ein Hirtenjunge gerade am Johannisabend eine Kuh verloren. Der Bauer war so erbost, dass er ihn in die Nacht hinaus jagte, die Kuh zu suchen. Beim Suchen fiel dem Jungen eine Farnblüte in den Bastschuh. Er hatte es nicht bemerkt, und wunderte sich, dass er plötzlich um so viele Dinge wusste. So wusste er auch, dass die Kuh inzwischen selbst nach Hause gefunden hatte, dass die Anderen zu Hause beim Mahl saßen und dass der Bauer zornig schimpfte: "So ein Dummkopf! Die Kuh ist schon längst zu Hause und er treibt sich noch in der Nacht umher und sucht siel!" Aber in demselben Augenblick gesellte sich ein feiner Herr in glänzenden Stiefeln zu dem Jungen und schlug ihm vor, seine Bastschuhe gegen die glänzenden Stiefel zu tauschen. Nun gut, der Junge war einverstanden. Aber siehe da: kaum hatte er die Stiefel angezogen, da wusste er nicht mehr, ob es Morgen oder Abend war. Erst nach langer Mühe fand er den Heimweg.

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