Über das Projekt

From Pasakas un teikas
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In Kürze

Die von Professor Pēteris Šmits zusammengestellte "Lettische Märchen und Sagen" Sammlung, die zwischen 1925 und 1937 in 15 Bänden erschien, ist bis heute die größte Veröffentlichung lettischer Volkserzälungen.

Im Archiv der Forschungsstelle „Enzyklopädie des Märchens“ (EM) an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen befindet sich die vollständige deutsche Übersetzung dieser Sammlung. Die Übersetzung umfasst mehr als 10 000 Seiten. Dies ist die umfangreichste Übersetzung lettischer Volksdichtung in eine andere Sprache. Der Text ist lediglich in einem Exemplar in Maschinenschrift vorhanden. Soweit es sich klären ließ, ist die Übersetzung in den 60. und Anfang der 70. Jahre des 20. Jahrhunderts, unter Einschluss früherer Übersetzungen, wahrscheinlich auch der 3000 Seiten umfassenden Übersetzung des baltendeutschen Professors Maximilian Roland Boehm ( 1859-1944) aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die 15 Bände "Lettische Märchen und Sagen" von P. Šmits sind seit 1998 im Internet zugänglich, nachdem sie vom Laboratorium für künstlichen Intellekt, des Instituts für Mathematik und Informatik der Universität Lettlands (LU LII) digitalisiert wurden. Das Ziel dieses Projekts ist es die digitale Publikation der "Lettischen Märchen und Sagen" zu verbessern und in einem parallelen Korpus mit deutscher Übersetzung zu vereinen, was das Lesen und die Erforschung der lettischen Märchen und Sagen online sowohl lettisch wie deutsch frei zugänglich machen würde.

Entstehungsgeschichte des Projekts

Als DFG und später als DAAD Stipendiat fuhr G. Pakalns von der Lettischen Volkskundlichen Sammelstelle nach Deutschland zur Forschungsstelle „Enzyklopädie des Märchens“ an der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Dort wird die größte Märchenenzyklopädie der Welt herausgegeben, die Erfahrungen der vergleichenden historischen Märchenforschung zusammenträgt. Prof. Dr. Hans-Jörg Uther zeigte die vollständige deutsche Übersetzung der 15 Bände von P. Šmits “ Lettische Märchen und Sagen”, die sich im Archiv der EM befindet.

2003 erkundete G. Pakalns als DAAD Stipendiat die Entstehungsgeschichte der Übersetzung* und bekam die Erlaubnis den Text zu digitalisieren.

In den darauffolgenden Jahren kopierten die Mitarbeiter des Göttinger Archivs das Manuskript Band für Band und schickten es nach Riga. Hier wurde es von Mitarbeitern des Laboratoriums für künstlichen Intellekt des Instituts für Mathematik und Informatik der Universität Lettlands und Mitarbeitern der Volkskundliche Sammelstelle unter Leitung von Sanita Reinsone digitalisiert. Seit 2003 ist die Übersetzung von 3 Bänden Sagen (die Bände 13-15) digitalisiert und somit sind ca. 3650 Texte als repräsentative Auslese lettischer Sagen zugänglich. Der Entschluss die Arbeit mit der Digitalisierung der Sagenvarianten zu beginnen, entstand deshalb, um möglichst schnell die Digitalisierung einer geschlossenen Sammlung abzuschließen, was zur Bewertung der Möglichkeiten zukünftiger Arbeit mit der erheblich umfangreicheren Märchen- Sammlung der Bände1-12, die mit dem internationalen Motif-Index verbunden ist, beitragen würde.

Nähere Information über diese Übersetzung ist in dem Beitrag von Guntis Pakalns: P. Šmita "Latviešu pasaku un teiku" tulkojums vāciski — vēsture un digitālā publikācija. In "Meklējumi un atradumi" 2005, 145-171. (lettisch) zu finden.

Unterstützer

Das Projekt wurde vom Institut für Literatur, Volkskunde und Kunst der Universität Lettlands gemeinsam mit dem Institut für Mathematik und Informatik der Universität Lettlands durchgeführt. Es wurde vom Baltisch-Deutschen Hochschulkontor mit Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und dem Staatlichen Kulturkapitalfonds unterstützt.


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